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Dormagen: Tod im Medienhafen - Beschuldigter gefasst

Dormagen : Tod im Medienhafen - Beschuldigter gefasst

Der Dormagener Arif D., der in Verdacht steht, die Prostituierte Cristina B. im Hotel Radisson Blu im Düsseldorfer Medienhafen erstochen zu haben, hat sich am Dienstag am frühen Morgen der Polizei am Düsseldorfer Flughafen gestellt. Er wird ab sofort vom Strafverteidiger Rüdiger Spormann vertreten.

Der Dormagener Arif D., der in Verdacht steht, die Prostituierte Cristina B. im Hotel Radisson Blu im Düsseldorfer Medienhafen erstochen zu haben, hat sich am Dienstag am frühen Morgen der Polizei am Düsseldorfer Flughafen gestellt. Er wird ab sofort vom Strafverteidiger Rüdiger Spormann vertreten.

Mit der Rückkehr nach Deutschland hat der 42 Jahre alte Kaufmann das getan, was sein ehemaliger Rechtsbeistand, Frank Rösgen, bereits erwartet und angekündigt hatte.

Der Dormagener Anwalt wird den ehemaligen Abiturienten des Bettina-von-Arnim-Gymnasiums allerdings nicht weiter verteidigen. "Ich habe ihm empfohlen, einen Experten für Strafrecht zu engagieren", sagte Rösgen, der bis auf die vergangenen Tage regelmäßig E-Mail-Kontakt zu dem türkischstämmigen Beschuldigten hatte, der NGZ.

Neuer Verteidiger von Arif D. ist der bekannte Düsseldorfer Strafrechtler Rüdiger Spormann. "Ich habe mit meinem Mandanten heute bereits persönlich gesprochen", sagte Spormann gestern, kurz nachdem Arif D. dem Haftrichter vorgeführt worden war. Nach NGZ-Informationen hatte die Familie von D. den Kontakt zu Spormann aufgenommen. Dazu und zum Verfahren selbst will der Verteidiger nichts sagen.

"Das ist alles noch so frisch, da muss man das weitere Ermittlungsverfahren abwarten." Spormann gilt als erfahrener Strafverteidiger, war vorher Richter und Staatsanwalt. Er vertrat unter anderem Jörg Immendorff in dessen Drogenprozess. Der des Totschlags beschuldigte Arif D. war gestern um 7.09 Uhr, nach Ankündigung von Rösgen, mit einer Maschine aus Istanbul gelandet und am Gate in Gewahrsam genommen worden. Er befindet sich jetzt in der Justizvollzugsanstalt Düsseldorf. Bislang hat er sich laut Polizei nicht zu den Geschehnissen geäußert.

(NGZ/rl)