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Dormagen: Tipps für Denkmalfreunde

Dormagen : Tipps für Denkmalfreunde

Der Dormagener Denkmalschutzbeauftragte Jürgen Waldeck hat der NGZ Tipps zur Gestaltung des Denkmaltags am Wochenende gegeben. Er will mit dem Programm dauerhaft das Interesse an der Geschichte der Stadt steigern.

Das Motto hinkt ein bisschen — zumindest, wenn man es auf Dormagen bezieht. "Romantik, Realismus, Revolution — Das 19. Jahrhundert" ist der bundesweite Tag des offenen Denkmals heute überschrieben.

"Man versucht eben, einen Aufhänger zu finden", sagt Jürgen Waldeck, Denkmalschutzbeauftragter der Stadt. "Wir haben zwar keinen romantischen Schlossgarten oder Bauten aus dieser Zeit, aber wenn man an den Wiederaufbau von Kloster Knechtsteden am Ende des 19. Jahrhunderts denkt, dann passt das doch." Für die Attraktivität des Dormagener Programms zum Denkmaltag ist das Motto eh zweitrangig. Denn dass die Stadt und ihre Stadtteile historisch Sehenswertes und Bedeutsames zu bieten haben, wird am Denkmaltag einmal mehr deutlich. Angesichts des großen Programmangebots empfiehlt Jürgen Waldeck zwei Varianten zur Gestaltung des Tages:

Variante 1 — Geführte Radtour Die sportliche Variante — im Vorjahr waren rund 40 Radler dabei — für Geschichtsinteressierte startet um 10 Uhr am Historischen Rathaus. Über insgesamt 55 Kilometer verläuft die Route über Hackenbroich und Knechtsteden nach Zons und wieder zurück. "Ich kann leider nicht mitfahren", bedauert Waldeck — er muss die Eröffnung zum Denkmaltag mitorganisieren, die um 11 Uhr in der Alten Schule Hackenbroich stattfindet und auch erste Anlaufstelle für die Radfahrer ist. "Das Programm ist so gemacht, das jeder die Eröffnung erleben kann. Auch wenn das seit diesem Jahr in der Denkmalliste stehende Gebäude selbst nicht architektonisch spektakulär sei: Die Bedeutung der Schule für die Ortsgeschichte legitimiere den Denkmal-Status. Der Besuch lohne sich auch aufgrund des Vortrags von Paul Krieger; der Seniorentreff lädt überdies zum "Tag der offenen Tür."

Danach wird nach Knechtsteden gerollt, wo um 14 und 16 Uhr Führungen angeboten werden; weiter geht es nach Zons, wo ein ganzes Bündel an Angeboten besteht — alles ab nachmittags, damit das Timing funktioniert.

Variante 2 — Individuelle Tour mit dem Auto Auch hier ist die Eröffnung in Hackenbroich der richtige Auftakt. Von dort könnte der Weg zur Besichtigung des Römerkellers unter St. Michael an der Kö führen, wo um 12 und 14 Uhr das römische Dormagen lebendig wird. "Den Keller haben viele noch nicht gesehen — das ist Pflichtprogramm." Einen Extra-Tipp verdienten auch die Führungen in Gohr: "St. Odilia ist ein echtes Kleinod", schwärmt Waldeck. Um 15 und 17 Uhr führt Manfred Stefer durch die Kirche.

Persönlich dabei sein wird Waldeck um 16 Uhr bei der Führung durch das jüdische Dormagen mit Vera Strobel. "Das haben wir erstmals im Programm — sehr interessant." Start ist am jüdischen Friedhof, Krefelder Straße. Danach, so Waldeck, bleibt noch Zeit für Zons. Die Windmühle und die Tourist-Info sind bis 18 Uhr geöffnet.

(NGZ)