Tipps aus Dormagen Das ist beim Heckenschnitt bis März zu beachten

Dormagen · Hecken und Bäume müssen bis März beschnitten werden. Der Delhovener Garten- und Landschaftsbauer Christoph Zirwes weiß, worauf zu achten ist.

Christoph Zirwes weiß ganz genau, wie man Hecken, Büsche und Bäume richtig beschneidet, und nennt einige Tipps.

Christoph Zirwes weiß ganz genau, wie man Hecken, Büsche und Bäume richtig beschneidet, und nennt einige Tipps.

Foto: Melanie Zanin (MZ)

Wer die nächsten Wochen für Gehölzschnitt nutzen möchte, hat noch bis Ende Februar Zeit. Denn ab dem 1. März gilt bis zum 30. September bundesweit das Fäll- und Schnittverbot. Axt und Heckenschere müssen dann im Schuppen bleiben.  Ausnahmen gelten für behördlich angeordnete oder zugelassene Maßnahmen, die nicht zu einer anderen Jahreszeit durchgeführt werden können. Was es nun zu beachten gilt und warum Hecken und Bäume nur bis Ende Februar beschnitten werden dürfen, das weiß Christoph Zirwes, Garten- und Landschaftsbauer aus Delhoven.

Er erklärt: „Es geht insbesondere darum, brütende Vögel und andere Tiere zu schützen, die ab März in den Bäumen und Gehölzen Unterschlupf finden.“ Grundlage ist das Bundesnaturschutzgesetz, erlaubt sind im Frühling und Sommer nur schonende Form- und Pflegeschnitte. Jene, die ihre Hecken, Büsche und Bäume also vor dem Frühling noch in Form bringen müssen, sollten dies am besten zeitnah hinter sich bringen. „Die jetzige Zeit ist eigentlich ideal für den Rückschnitt und vorher würde ich es auch gar nicht empfehlen“, sagt Zirwes. „Man sollte den Tieren möglichst lange diesen Schutz vor Wind, Kälte und Wetter gewähren.“

Spätestens im Februar müssen die Laubhecken dann jedoch beschnitten werden, da sie „dann beginnen auszutreiben, ihnen fehlt der Wundschutz und das kann dazu führen, dass sie absterben.“   Der Experte empfiehlt, die Hecken immer zuerst von der Seite zu beschneiden: „Das ist sinnvoll, um sich zunächst einen Überblick zu beschaffen. Erst dann gehen wir an die Höhe, da rate ich dazu die Kanten der Hecke links und rechts abzurunden, denn dann treibt die Hecke weniger nach.“ Zudem sei darauf zu achten, dass „das Schneidewerkzeug scharf ist, denn wen dem nicht so ist, dann können die Äste reißen, splittern und das begünstigen, dass sich Bakterien und Pilze festsetzen.“ Grundsätzlich gilt laut Christoph Zirwes: „Bei ‘Immer-Grünen-Hecken‘ kann man nicht allzu viel verkehrt machen, Laubhecken sind hingegen etwas empfindlicher – da sollte man eventuell einen Experten ranlassen.“

Mit Blick auf die eisigen Temperaturen, die für die kommenden Wochen erneut vorhergesagt sind, sagt der Garten- und Landschaftsbauer: „Die erneuten kalten Temperaturen sind ein riesiges Problem, denn zuletzt war es teilweise so warm, dass manche Pflanzen schon ausgetrieben haben, diese Triebe könnten nun wieder absterben. Ich würde die Pflanzen, also den Boden und die Wurzeln, nun mit Rindenmulch abdecken oder die Pflanzen wenn möglich rein holen. Nach den kalten Tagen ist es außerdem wichtig, Frostschäden  sorgfältig wegzuschneiden.“

(kiba)
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