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55 Dinge, die man im Rhein-Kreis Neuss erlebt haben sollte: Tierwelt im Tannenbusch

55 Dinge, die man im Rhein-Kreis Neuss erlebt haben sollte : Tierwelt im Tannenbusch

Niedliche Frischlinge toben durch das Gehege, während Rehkitze ihre Schnelligkeit beweisen und der Ziegenbock Melchior majestätisch auf seine Lieben schaut. Der Tierpark Tannenbusch ist ein ideales Ausflugsziel für Familien.

Der kleine Knirps kann kaum über den ersten Balken des Geheges schauen, und doch zeigt er aufmerksam auf die scheuen Rehe und Hirsche, die mit ihrem Nachwuchs über die Wiese laufen: "Da, Bambi", sagt der zweijährige Max und zeigt auf ein Rehkitz. Max kennt sich aus im Tierpark Tannenbusch, denn seine Oma Anna Schmidt fährt mit ihm mehrmals in der Woche aus Hackenbroich in den Tannenbusch nach Delhoven: "Es macht viel Spaß, die vielen verschiedenen Tiere zu entdecken, einige sind uns schon sehr vertraut", sagt die Besucherin. So fasziniert das Kaltblutpferd Charles ihren Enkel ganz besonders: "Zu Charles müssen wir immer als erstes gehen, sonst wird Max bockig", berichtet seine Oma lachend.

Bambi-Alarm: Damwild-Nachwuchs im Tannenbusch. Foto: C. Wernig

Die Auswahl an Tieren ist groß: Im Wildpark sind zurzeit rund 200 Tiere in 25 Arten zu sehen: Von Eseln über Rehe bis zu Ziegen und Enten reicht die Palette der dort heimischen Tiere, die der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald gehören. Besonders beliebt sind die Wildschweine, die in ihrem Gehege etwas abseits der anderen Tiere wohnen, aber keinesfalls bei einem Besuch vergessen werden sollten. Vor allem, weil es Nachwuchs gegeben hat: Zwei Bachen haben im Februar insgesamt acht Frischlinge bekommen.

Ziegenbock Melchior beobachtet das Treiben im Gehege und außerhalb. Foto: Berns, Lothar

Die Kommunikation der Wildschweine untereinander ist faszinierend zu beobachten. Nicht ohne Grund sind die Wildschweine so beliebt bei kleinen und großen Besuchern, dass das Plüsch-Maskottchen "Schorsch" natürlich ein Wildschwein ist. Exemplare des Stofftieres verkauft Ellen Peterburs, die Leiterin des Tierparks, der von der Stadtmarketing- und Verkehrsgesellschaft Dormagen getragen wird, bei Trödelmärkten, Festen und an den Wochenend-Verkaufsständen im Tannenbusch.

Besucher können auf der großen Wiese picknicken, den Generationenspielplatz am Hang benutzen oder sich im Café eine Ruhepause gönnen. Im Tannenbusch hat die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald 1980 einen Geopark, einen geologischen Lehrpfad mit landschaftsprägenden Gesteinen angelegt. Auch ein Erlebnispfad soll auf zehn Stationen die Natur den Besuchern näher bringen — so geht es um Bussarde, Trinkwasserförderung und seltene Pflanzen.

So bietet der Tannenbusch einen sehenswerten Überblick über die heimische Tier- und Pflanzenwelt.

(NGZ/ac)