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Rommerskirchen: Tierheim rüstet sich für den Winter

Rommerskirchen : Tierheim rüstet sich für den Winter

Bei Schneefall müssen alle Mitarbeiter mit anpacken. Die Schutzhäuser für Hunde sind erneuert worden.

Der nächste Winter kommt bestimmt. Ein wenig Bammel haben die Mitarbeiter des Kreistierheims angesichts dessen schon und bereiten sich schon vor. Insbesondere in den beiden harten Wintern 2009 und 2010 war es für alle Beteiligten jedenfalls ein bis heute unvergessener Kraftakt, das nicht weniger als 7000 Quadratmeter umfassende Gelände "zumindest einigermaßen begehbar zu halten", sagt Uta Wegener, Vorsitzende des Kreistierschutzvereins.

Bei Glatteis würde Katzenstreu oder Sand zum Einsatz kommen. Salz verbietet sich allein schon deshalb, weil "sonst die Tiere kaputte Pfoten bekommen", so Uta Wegener. Ansonsten muss im Ernstfall Schnee zusammengeschoben und gekehrt werden. Was die Tiere selbst angeht, "sind fast alle Schutzhäuser für die Hunde erneuert worden", erzählt sie. Deren Wände sind mit Styropor gedämmt und die Körperwärme tue ein Übriges, um die Hunde nicht frieren zu lassen, so die Tierschützerin. "Federbetten können wir allerdings nicht einsetzen, sonst sieht es am nächsten Tag aus wie bei Frau Holle", sagt Uta Wegener. Entsprechende Vorschläge von Tierfreunden seien zwar "lieb gemeint, aber nicht so richtig sinnvoll".

Eine wichtige Voraussetzung dafür, dass die Vierbeiner auch einen harten Winter unbeschadet überstehen, besteht nach ihren Worten darin, dass den Hunden ein richtiges Unterfell gewachsen ist. "Die Hunde brauchen keine 20 Grad Wärme, die kommen auch mit weniger aus", verweist sie auf deren eher robuste Natur. Zudem seien die Tiere in gewisser Hinsicht auch abgehärtet. "Leute, die ihren Hund zu Hause auf der Couch haben, sehen das manchmal ein bisschen anders, aber das kann man nicht verhindern", spricht sich Uta Wegener gegen eine übertriebene Verhätschelung der Tiere aus.

Ähnlich sieht es bei den Katzen aus, für die es zudem viele Unterbringungsmöglichkeiten im Tierheim gibt. Die in den vergangenen Jahren reihenweise gepurzelten Rekorde bei der Aufnahme von Katzen sind in nach einem ersten Einbruch 2011 auch in diesem Jahr übrigens nicht getoppt worden. 2012 wurden bislang "nur" 462 Katzen aufgenommen. "Das geht", sagt Uta Wegener. Ob damit der bisherige Trend, wonach die Zahl bis 2010 jährlich gestiegen war, anhaltend gebrochen werden konnte, oder die vergleichsweise günstigen Zahlen ein "Ausreißer" waren, bleibt freilich erfahrungsgemäß abzuwarten.

Schlangen und Reptilien werden vom Winter ohnehin nichts mitbekommen, da sie in ihren gläsernen Vorrichtungen ohnehin das ganze Jahr über bei artgerechten Temperaturen gehalten werden.

Unabhängig davon, wie es sich mit dem Winter nun verhalten wird, steht im Tierheim am Samstag, 1. Dezember erst einmal die Weihnachtsfeier ins Haus. Von 11 bis 17 Uhr sind alle eingeladen, den Trödelmarkt und den Weihnachtsbasar zu besuchen. Für die Verpflegung der Gäste ist gesorgt.

(NGZ)