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Tierheim in Dormagen dankt Spendern nach Wasserschaden

Tierheim in Hackenbroich : Tierheim dankt Spendern nach Schaden

Bei einem Besuch überzeugte sich Bürgermeister Erik Lierenfeld von den Instandsetzungsarbeiten an der Decke. Er stellte weitere Hilfe in Aussicht. Das Tierheim will einen städtischen Zuschuss beantragen.

Im Flur herrscht rege Betriebsamkeit: Die Zwischendecke des „Katzenreichs“ wird mit Dammsperrfolie abgedichtet und mit einer weiteren Schicht isoliert. „Das sieht inzwischen schon wieder richtig gut aus“, sagt Babette Terveer, die Vorsitzende des Tierschutzvereins, der das Tierheim in Hackenbroich betreibt. Das war in den vergangenen Wochen nicht immer der Fall, denn nach dem schweren Wasserschaden nach einem Sturm Mitte August standen die Verantwortlichen buchstäblich im Regen. Denn die Versicherung erkannte den Sturmschaden nicht an und verweigerte die Zahlung.

Die beiden Gebäudeteile, in denen 40 Katzen und bis zu 25 Hunde untergebracht sind, waren besonders betroffen, so dass die Bewohner zeitweise in anderen Tierheimen, wie dem befreundeten in Düsseldorf, untergebracht werden mussten. Zurzeit wird die Decke im 200 Quadratmeter großen Katzenreich „dicht gemacht“. Inzwischen ist auch der Hundebereich so weit wiederhergestellt, dass sie wieder eine Rückzugsmöglichkeit und ein warmes Plätzchen für die Nacht haben. „Zum Glück war der Sommer warm und lang“, sagt Terveer, die sich bei den zahlreichen Spendern herzlich für die Unterstützung bedankte: „Das war der Wahnsinn, wie viele Leute für unsere Tiere gespendet haben, auch viele kleine Summen haben uns sehr geholfen, wir haben 45.000 Euro zusammenbekommen. Vielen Dank dafür!“ Die jetzige Sanierung, die mit rund 35.000 Euro angegeben wurde, sei nur der erste Schritt. „Wir müssen das Dach aufwendig erneuern, damit kein Wasser mehr eindringen kann“, erklärt die Vorsitzende.

Auch Bürgermeister Erik Lierenfeld sagte dem Tierheim, das für die Stadt Fundtiere aufnimmt, weitere Hilfe zu: „Über Stiftungsmittel kann ich Ihnen einen mittleren vierstelligen Betrag zur Verfügung stellen.“ Am Mittwoch überzeugte sich Lierenfeld vom Fortschritt der Arbeiten. „Hier ist schon sehr viel passiert, das ist beeindruckend“, lobte er das ehrenamtliche Engagement. Der Tierschutzverein möchte nun einen Zuschussantrag an die Stadt stellen. Dazu signalisierte der Bürgermeister seine Unterstützung: „Der Stadtrat hat auch in der Vergangenheit gern Vereinen in Not geholfen, daher hoffe ich, dass Ihr ehrenamtliches Engagement auch von der Politik unterstützt wird.“

Um die Instandsetzungskosten möglichst gering zu halten, hatten viele freiwillige Helfer beim Abbruch der alten Deckenelemente geholfen: „Ich bin sehr stolz auf mein Mitarbeiter-Team und die vielen Unterstützer, die Großartiges geleistet haben“, sagt Terveer. Die Isolierung und den Neuaufbau der Decken übernehmen nun Fachfirmen. „Damit es dann auch wieder schön aussieht, werden uns Freiwillige der Firma Ineos und aus dem Chempark beim Streichen helfen“, berichtet sie. Gerade im Frühjahr war renoviert worden. Auch Tierheimleiterin Tanja Kalkowsky freut sich über die Hilfe: „Das gibt uns etwas mehr Luft für unsere tägliche Arbeit.“ Die schwierige Finanzlage soll durch neue Projekte und eine Umstrukturierung verbessert werden.