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Theatersommer in Dormagen: Musik-Kabarett und Beziehungskomödie

Theatersommer in Dormagen : Musik-Kabarett und fesselnde Beziehungskomödie

Die ersten beiden Veranstaltungen des Theatersommers 2020 in der Theaterscheune in Knechtsteden begeisterten das Publikum: Mit Musik-Kabarett und einer Beziehungskomödie hatte das Kulturbüro-Team den Nerv der Zuschauer getroffen.

Der Auftakt zum Theatersommer ist geglückt: Am Freitag und Samstag lieferte das städtische Kulturbüro zwei bestens aufgelegte Künstler-Ensembles, die froh waren, in der Corona-Krise wieder auftreten zu können – sehr zur Freude des bestens aufgelegten Publikums.

 So sorgten Lars Redlich und Tino Andrea Honegger am Freitag mit ihrer mitreißenden, selbstironischen Musik-Kabarett-Show „Beziehungsweise“ nach anfänglicher Zurückhaltung doch für Jubelstürme. Trotz tropischer Temperaturen schlüpften sie in Kostüme, übertrumpften sich beim Schweiz-Deutschland-Wettbewerb und zeigten ihre weibliche Seite bei „Grease“ und die pflanzliche vom „Gras hinten links“ beim „König der Löwen“.

Samstags in der Scheune gelang der Spagat zwischen Schmunzeln und Nachdenklichkeit ganz vorzüglich. „Gerne Schatz, aber ohne mich“ lautete der Titel, der jede Menge Widersprüche bereithielt. Denn wie anders als gemeinsam sollen Überdruss und grausigster Paar-Alltag bewältigt werden?  Mitten im Corona-Schlamassel stemmten die Schauspieler, die zum Düsseldorfer Theater an der Luegallee gehören, diese Herausforderung aufs Vorzüglichste: Birgitta Vollmar war frustierte Ehefrau, Felix von Frantzius gab den lustlosen Ehemann, und Nadine Kugler fungierte als Autorin, Regisseurin und hartnäckige Therapeutin. Mögen nach 30 Jahren Ehe stets präsente Feinfühligkeit, Rücksichtnahme oder gar stürmische Liebe  auch Mangelware sein, auf der Bühne wurde deren Abwesenheit auf Kosten der Frau auf die Spitze getrieben. Dennoch wurden die Lachmuskeln ein ums andere Mal strapaziert. Ganz besonders dann, wenn die beiden Frauen sich die Bälle zuspielten. Psychologische Unterstützung bei der Therapeutin sollte es richten: Tatsächlich bringen Edmund und Clarissa das Feuer unter der Asche ihrer Beziehung wieder zum Lodern. Viel Augenzwinkern in Richtung Publikum war im Spiel, als das Paar sich am Ende tanzend in den Armen lag.

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Um solche Auftritte überhaupt zu realisieren, hatten Olaf Moll und sein Team vom Kulturbüro Dormagen alles geregelt: Lediglich 90 der üblichen 199 Plätze konnten besetzt werden. In einer Reihe fanden zehn Besucher ihren Platz und waren mit 1,5 Meter voneinander getrennt. Beim Eintritt war strikte Maskenpflicht angesagt, am Sitzplatz ging es ohne. Auf dem Gelände um die Theaterscheune gab es zwölf Desinfektionsstellen.