1. NRW
  2. Städte
  3. Dormagen

Dormagen: Theater: Schon 400 Plätze weg

Dormagen : Theater: Schon 400 Plätze weg

Auf sechs Vorstellungen in der Aula des Bettina-von-Arnim-Gymnasiums können sich die Dormagener Theaterfreunde in der am 25. November beginnenden Spielzeit freuen. Schon zwei Drittel der Plätze sind besetzt.

Die betagte Aula des Bettina-von-Arnim-Gymnasiums mag als Veranstaltungsort nicht mehr höchsten Ansprüchen genügen. Anspruchsvoll ist dafür das Theaterprogramm des städtischen Kulturbüros, das in der Aula zu sehen sein wird. Von Fassbinders Lola über den Krimi "Die Frau in Schwarz" bis zu dem Komödienklassiker "Der Raub der Sabinerinnen" reicht das Programm in der Saison 2011/2012. Sechs Vorstellungen erwarten die Zuschauer.

Das Kulturbüro setzt auf einen Mix aus Anspruch, Humor und Spannung. Fast 400 Theaterfreunde haben sich bereits ihr Abo gesichert. Noch gibt es Saisonkarten. "Ein Abo bietet viele Vorteile: Stammplätze bei allen Stücken, Preisnachlässe, keine Vorverkaufsgebühren und Rabatte bei Zusatzvorstellungen", erklärt Kulturbüro-Leiter Olaf Moll.

Das Programm startet am Freitag, 25. November, um 20 Uhr mit Liebe und Intrigen im Wirtschaftswunderland. Mit neun Schauspielern und einer Musikband reist das Rheinische Landestheater (RLT) an, um in dem von Rainer Werner Fassbinder verfilmten Stück Lola das Gefühl der späten19 50er lebendig werden zu lassen. Erzählt wird die Geschichte zweier Liebenden, die in einer Kleinstadt aus Konventionen ausbrechen und Unerwartetes tun. Im Mittelpunkt steht das Showgirl Lola, in das sich der Baudezernent von Bohm verliebt.

"Cash — und ewig rauschen die Gelder" heißt eine schräge Verwechslungskomödie von Michael Cooney. Mit ihr gastiert das RLT am Dienstag, 13. Dezember, um 20 Uhr in der BvA-Aula. Zum dritten Mal kommt das RLT am Mittwoch, 1. Februar 2012, um 20 Uhr: Dann steht Georg Büchners Drama Woyzeck auf dem Spielplan. Der Soldat schlägt sich durch, um für seine Marie und den Sohn sorgen zu können. Doch Marie betrügt ihn mit dem schönen Tambourmajor.

Gruselatmosphäre verspricht das Westfälische Landestheater in "Die Frau in Schwarz" am Freitag, 24. Februar, um 20 Uhr. Das Stück stammt aus der Feder des englischen Autors Stephen Mallatratt und ist seit über 20 Jahren ein Dauerbrenner im Londoner West End.

Auf illegalen Widerstand setzen Jule, Peter und Jan im Schauspiel "Die fetten Jahre sind vorbei" am Freitag, 16. März 2012. Sie wollen ein Zeichen gegen Konsumwahn setzen und entführen einen Geschäftsmann. Doch Peters Freundin Jule entwickelt auf einmal Gefühle für Jan. Beziehungen und politisches Weltbild werden auf eine harte Probe gestellt.

Das Landestheater Burghofbühne beendet die Spielzeit mit dem Komödienklassiker "Der Raub der Sabinerinnen" am Freitag, 20. April 2012. Mit neun Schauspielern lässt die Burghofbühne die Geschichte um den Schmierentheaterdirektor Striese und den verschrobenen Professor Gollwitz wieder aufleben.

(NGZ/rl)