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"The Masked Singer" 2020: Rätsel um den Drachen von Knechtsteden

Pro7-Show „The Masked Singer“ : Das Rätsel um den Drachen von Knechtsteden

In der Fernsehsendung „The Masked SInger“ tritt die Figur des Drachen in Knechtsteden auf.

Wer steckt hinter der Maske des Drachen? Das fragen sich Tausende von Zuschauern der TV-Show „The Masked Singer“ auf Pro7 seit drei Wochen. Dort singen zehn Prominente, versteckt in aufwendigen Vollkörper-Kostümen, Lieder. Woche für Woche wird die Maske des Sängers mit dem geringsten Zuspruch des Publikums abgenommen. Für Dormagener gibt es zusätzlich zu diesem Rätsel viele Wiedererkennungs-Momente: Denn die Einspielfilme zum Drachen wurden auf dem Knechtstedener Gelände, in der Basilika und in der historischen Klosterbibliothek gedreht.

Zu sehen war der imposante Drache, wie er mit schwarzgekleideten Begleitern die Allee vom Barocktorbogen zur Basilika schritt, wie er in der Nähe des Südportals eine Art Tennis spielte, die Orgel nutzte, am Taufbecken und in der Bibliothek stand. Dazu gab es Hinweise wie „Das ist das Jahr des Drachen“ und die Kampfansage „Niemand besiegt den Drachen, niemand!“ Zudem ist der Drache belesen, spricht mehrfach Latein und sagt von sich, er könne jeden Fluch brechen. Seine Schicksalsjahre habe er in Not verbracht, er wolle mit Gesang Feuer regnen lassen und beherrsche seine eigene Sprache.

Film-Hinweise auf den Drachen wurden im Kloster Knechtsteden in Dormagen gedreht. Foto: Screenshot: Pro 7

Wer auf dem Gelände des Klosters Knechtsteden Filmaufnahmen machen möchte, muss sich an den Orden der Spiritaner wenden. Die Missionsgemeinschaft vom Heiligen Geist wirkt seit 125 Jahren in Knechtsteden. Anerkennend äußern sich Facebooknutzer: „Da soll mal einer sagen, das Kloster wäre nicht offen für sowas...“

Der Drache am Taufbecken. Foto: Screenshot: Pro 7

Die Drachen-Gesänge – „Frozen“ von Madonna, „Black Hole Sun“ von Soundgarden und „Set Fire to the Rain“ von Adele – begeisterten die TV-Jury um Ruth Moschner und Rea Garvey. Deren Tipps reichten von den Sängern Gregor Meyle und Florian Silbereisen bis zu Gewichtheber Matthias Steiner. „Hart arbeiten, härter spielen“ spricht für einen Sportler, „So soll es sein, so kann es bleiben“, aus einem Sontext von „Ich & Ich“, für Sänger Adel Tawil. Auch Stefan Raab wird hoch gehandelt, allerdings eher als „Faultier“.

Auch in Dormagen wird über den Drachen spekuliert. So auf Facebook bei Vize-Bürgermeister Michael Dries: „Ist eigentlich noch jemanden aufgefallen, dass der Drache in der Pro7-Sendung The Masked Singer seinen Hinweisfilm in Knechtsteden gedreht hat“, fragte er. Die Größe des Drachens könnte vielleicht auch für den TV-Wettkampf-erfahrenen Straberger Stabhochspringer Björn Otto, sprechen, ebenso der lange Stab in der Hand. Zudem ging er in Knechtsteden zur Schule. „Björn Otto, wäre zwar lustig, und die Hinweise würden auch passen, aber Gregor Meyle passt noch besser“, meint der stellvertretende Bürgermeister: „Der Drache spricht Latein, was zum Beispiel zu Papst Gregor I., dem jüngsten der vier lateinischen Kirchenvätern passt.“

„The Masked Singer“ läuft immer dienstags. Pro7 gab am Sonntag, 29. März, aber bekannt, die Show wegen zwei Corona-Erkrankungen im Team vorübergehend zu pausieren. Am 14. April soll es weitergehen.