Technische Betriebe Dormagen stellen mehr Geld für Spielplätze bereit

Technische Betriebe Dormagen: Stadt gibt mehr Geld für Spielplätze aus

Jedes Jahr sollen 50.000 Euro mehr für Ersatzbeschaffungen von Spielgeräten zur Verfügung stehen.

Kinderspielplätze machen den Mädchen und Jungen nur dann Spaß, wenn sie interessante Spielgeräte haben. Das ist ein hoher Kostenfaktor, denn wenn die Geräte repariert oder gar ausgetauscht werden müssen, geht das schnell in den hohen vier- oder gar fünfstelligen Bereich. Und es gibt nur ein begrenztes Budget, aus dem die Ersatzbeschaffungen für die Spielplätze bezahlt werden können. In den nächsten Jahren steht dafür mehr Geld als bisher zur Verfügung: 50.000 Euro mehr als pro Jahr vorgesehen, sollen neue Geräte für Spielplätze angeschafft werden – das ist mehr als eine Verdoppelung der 40.000 Euro auf 90.000 Euro. Eine Ausnahme: Für 2017 und 2018 standen rund 65.000 Euro zur Verfügung, weil ein Spielplatz in Rheinfeld aufgegeben und das Grundstück verkauft wurde.

„Der Verwaltungsrat der TBD hat die Aufstockung entschieden“, bestätigt Gottfried Koch, Leiter der Technischen Betriebe Dormagen (TBD), die für die Instandhaltung der Spielplätze zuständig sind. Zu den TBD gehört auch das Team, das regelmäßig überprüft, ob die Spielplätze und die Geräte noch standsicher und in Ordnung sind. Jetzt müssen am Freitag noch der Hauptausschuss und am 13. Dezember der Stadtrat dem Haushalt zustimmen, dann gibt es ab 2019 mehr Geld für die Spielplätze.

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Die FDP hatte angesichts 33 notwendiger oder gewünschter Ersatzbeschaffungen auf der Prioritätenliste des Jugendhilfeausschusses von Gesamtkosten von gut 550.000 Euro gesprochen. „Die jährlichen Mittel erlauben regelmäßig nur Ersatzbeschaffungen auf zwei oder drei Spielplätzen“, hatte Dirk Rosellen, FDP-Stadtverbandsvorsitzender, beschrieben. Der FDP-Antrag, einmalig zusätzliche Mittel in Höhe von 100.000 Euro zur Verfügung zu stellen, um des Sanierungsstaus Herr zu werden, war Anfang September auf die Haushaltsberatungen im November verwiesen worden. Wie der Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses Jo Deußen (CDU) damals erklärte, müsse etwas gegen den Sanierungsstau bei Spielplätzen getan werden: „Wir haben zwar einiges durch die Umwidmung nicht mehr genutzter Plätze zugunsten der Investition in bestehende Spielplätze bewirken können, aber leider noch nicht alles.“ Auch die SPD hatte sich für eine „wohlwollende Prüfung“ der Aufstockung im Rahmen der Haushaltsberatungen ausgesprochen, hatte Fraktionschef Andreas Behncke Anfang September gesagt. Bei ihrer Haushaltsklausur hatte sich die CDU Ende Oktober für eine Aufstockung des Spielplatz-Budgets um 20.000 Euro im Jahr auf 60.000 Euro ausgesprochen und die Anlage eines inklusiven Spielplatzes auf dem Helmut-Schmidt-Platz angeregt. Die Verwaltung wird eine Übersicht über die inklusiven Spielgeräte auf den rund 100 Spielplätzen erstellen.

Auch im Kinderparlament, in dem Mädchen und Jungen ihre Anregungen und Kritik an Verwaltung und Politik richten können, sind Spielplätze ein Dauerthema, so auch vor einer Woche, als es unter anderem um einen brach liegenden Spielplatz an der Garather Straße ging, dessen abgebaute Geräte noch nicht ersetzt worden sind. „Es macht Sinn, dass wir dort in Spielplätze zuerst investieren, wo auch Kinder wohnen und sie nutzen“, bekräftigte Ausschussvorsitzender Jo Deußen. Über die Gestaltung, die Geräte und die Reihenfolge der Sanierungen wird in der März-Sitzung des Jugendhilfeausschusses entschieden.

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