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Dormagen: TDI-Anlage wird von Förderbank finanziert

Dormagen : TDI-Anlage wird von Förderbank finanziert

Die geplante Großanlage der Bayer-Kunststoffsparte MaterialScience (BMS) zur Herstellung von Toluylen-Diisocyanat (TDI) im Chempark Dormagen wird durch die Förderbank KfW IPEX finanziert.

"Die Bank finanziert in etwa die Investitionssumme von 150 Millionen Euro", bestätigte BMS-Sprecher Jochen Klüner. Das Geldhaus aus Frankfurt, das innerhalb der KfW-Bankengruppe die Export- und Projektfinanzierung verantwortet, unterstützt das Bauvorhaben unter Einbindung von Mitteln des "KfW-Umwelt- und Energieeffizienzprogramms".

Das Bundesumweltministerium bestätigte hierbei die besondere Förderungswürdigkeit der geplanten Anlage unter dem Aspekt der Energieeffizienz. Durch das von BMS entwickelte Verfahren lassen sich gegenüber einer konventionellen Anlage bis zu 60 Prozent Energie einsparen. Dies bewirkt eine Verringerung des CO2-Ausstoßes von umgerechnet rund 50 000 Tonnen pro Jahr. Außerdem werden bis zu 80 Prozent weniger Lösungsmittel benötigt. "Die Finanzierung mit Mitteln aus dem nationalen Förderprogramm ist eine großartige Auszeichnung für das TDI-Projekt", so Steffen Kühling, Leiter Produktion und Technologie im Bereich Polyurethane bei BMS. TDI ist ein Vorprodukt für Polyurethan-Weichschaum im Chempark.

Als Förderbank unterstütze die KfW IPEX den Wandel und treibt zukunftsweisende Ideen voran. "So helfen Programme der KfW, innovative Vorhaben der deutschen Industrie auch im großtechnischen Maßstab zu realisieren", sagt Direktor Christian Staab. Über Laufzeit des Kredits und Zinshöhe haben BMS und Bank Stillschweigen vereinbart. Laut Banksprecher Thomas Krick habe die KfW IPEX im Jahr 2011 Zusagen für das originäre Kreditgeschäft von 11,4 Milliarden gemacht.

Die Vorbereitungsarbeiten auf dem TDI-Baufeld laufen indes seit Mitte März. "Die Straßenlogistik ist erstellt worden, das Baufeld vorbereitet", so BMS-Sprecher Jochen Klüner. Nun wartet das Unternehmen noch auf die finale Genehmigung der Bezirksregierung Köln. Mit dem Okay rechnet BMS im zweiten Halbjahr 2012.

(NGZ/rl)