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Dormagen: TDI-Anlage: Bayer will noch offene Fragen klären

Dormagen : TDI-Anlage: Bayer will noch offene Fragen klären

60 Einwendungen sind während der vierwöchigen Auslegung der Planungsunterlagen für die geplante Anlage zur Herstellung der Chemikalie TDI bei der Bezirksregierung eingegangen (die NGZ berichtete).

Jetzt hat Bayer MaterialScience darauf reagiert — und signalisiert Gesprächsbereitschaft. "Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens für eine Großanlage im Chempark Dormagen ist Bayer MaterialScience auch über die offizielle Anhörungsphase hinaus offen zum Dialog mit der Öffentlichkeit", teilte das Unternehmen jetzt mit.

"Wir bieten den Einsendern und insbesondere den Umweltverbänden gerne an, im gemeinsamen Gespräch noch offene Fragen zu klären", sagt Tony Van Osselaer, im Vorstand von Bayer MaterialScience zuständig für Produktion und Technologie.

Behördlicherseits werden die Einwendungen im Rahmen einer öffentlichen Sitzung der Bezirksregierung im Oktober dieses Jahres behandelt. Nach dem so genannten Erörterungstermin trifft die Behörde die Entscheidung über den Genehmigungsantrag. Damit ist Ende dieses Jahres oder Anfang nächsten Jahres zu rechnen.

Unter den 60 Einwendungen, die bis zum Ende der Frist am 13. Juli eingereicht worden waren, seien 50 identische Dokumente, teilt BMS mit. Die Genehmigungsunterlagen für die geplante Anlage zur Produktion von TDI, einem Vorprodukt für Polyurethan-Weichschäume, hatten im Juni in Dormagen, Köln und Monheim öffentlich ausgelegen. Zuvor hatte BMS in einer Informationswoche Politik, Medien und Nachbarschaft über die geplante 150 Millionen Euro-Investition unterrichtet.

Die neue TDI-Anlage soll eine Kapazität von 300 000 Tonnen im Jahr haben und die jetzigen Anlagen in Dormagen und Brunsbüttel ersetzen. Die Genehmigungsanträge waren im April bei der Bezirksregierung eingereicht worden.

(NGZ)