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Tannenbuschwoche Dormagen war noch nie so schnell ausgebucht

Tannenbuschwoche in Dormagen : Alle wollen zum „Baden“ in den Wald

In diesem Jahr war die Tannenbuschwoche in Delhoven besonders beliebt. Ein besonderes Event war dabei wieder einmal das „Waldbaden“ mit Hermann Schmidt.

Vom Waldbaden, über Führungen durch den Geopark bis hin zu einem besonderen Waldkonzert, die Tannenbuschwoche endete am gestrigen Sonntag mit Erfolg. Nahezu alle Programmpunkte waren ausgebucht.

„Es war wirklich eine ganz besondere Woche mit vielen tollen Veranstaltungen“, resümiert Bernd Dehm, Vorsitzender der SDW-Dormagen. „Alles wurde sehr gut angenommen. Auch die Angebote für Senioren und Seniorinnen. Wir sind total zufrieden.“ Auch das teilweise regnerische Wetter habe der guten Stimmung keinen Abbruch getan. „Ich kann ehrlich sagen, dass wir gespürt haben, dass die Leute endlich wieder raus wollen, nach dem sie so eine lange Zeit auf so viel verzichten mussten.“ Die Veranstaltungen seien noch nie so schnell ausgebucht gewesen. Im nächsten Jahr soll die Tannenbuschwoche dann wieder im Frühjahr stattfinden. „Dann können wir einfach noch mehr Programmpunkte anbieten. Natürlich unter der Voraussetzung, dass nichts dazwischen kommt“, so Dehm.

Eine Veranstaltung die in diesem Jahr wieder einmal besonders beliebt war, sei das „Waldbaden“ mit Hermann Schmidt gewesen. Waldbaden kommt ursprünglich aus Japan, wo es „Shinrin-Yoku“ genannt wird, was so viel bedeutet wie: „Eintauchen in die Waldatmosphäre“. Es geht darum, die besondere Atmosphäre des Waldes zu nutzen, um körperliche und seelische Ruhe zu erlangen. Hermann Schmidt ist ausgebildeter Erlebnis- und Waldpädagoge. Als Wald-Guide leitet er Aktionen wie das „Waldbaden“ im Rahmen der Tannenbuschwoche. Anderthalb Stunden sind dabei nur die Schnupperzeit: „Die Kurse, die ich sonst anbiete sind vom Zeitaufwand eher vier Stunden aufwärts“, erklärt Schmidt. Trotz der kurzen Zeit hatten die zwölh Teilnehmenden die Möglichkeit, eine Vielzahl von Übungen wahrzunehmen deren Fokus immer auf dem Thema „Achtsamkeit“ lag.  Damit auch die Teilnehmer sich richtig auf den Wald einlassen konnten, wurde zu Beginn eine Atemübung gemacht. Danach begab sich die Gruppe weiter in den Wald, dabei sollte darauf geachtet werden, möglichst wenig Geräusche beim Gehen zu produzieren. Anschließend wurde eine Partnerübung durchgeführt, bei der eine Person die Augen verbunden hatte, während sie vom Partner im Wald gefundene Gegenstände zum Ertasten angeboten bekam. Wichtig dabei war: „Es geht nicht darum zu erkennen oder zu bewerten, was man in die Hände bekommt, sondern darum, dass man merkt, wie sensibel die eigenen Hände sein können, wenn man sich darauf fokussiert“, so Schmidt. Weiter ging es dann in einer weiteren Partnerübung, bei der die „blinde“ Person durch den Wald gehen sollte. Marion Kührlings, eine der Teilnehmerinnen, liebt den Wald und unternimmt gerne lange Waldspaziergänge, dennoch fühlte sich das „Waldbaden“ für sie nochmal anders an. „Ich liebe die Natur und es ist schön, diese Erfahrung im Wald mit den anderen zu teilen“, berichtet sie. Auch bei der  Tannenbuschwoche im kommenden Jahr wird das „Waldbaden“ sicherlich wieder möglich sein.

(nasa/kiba)