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Tannenbuschschule Dormagen: Annelie Witte-Schmale geht in den Ruhestand

Tannenbuschschule Dormagen : Abschiedsfeier überwältigt Rektorin

Nach vierzig Jahren Schuldienst, 15 davon als Schulleiterin, geht Annelie Witte-Schmale in den Ruhestand. Nun möchte sie sich wieder mehr der Kunst und dem Zeichnen widmen.

Bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel empfingen die rund 250 Grundschulkinder der Tannenbuschschule Delhoven und der Grundschule Straberg ihre ehemalige Schulleiterin Annelie Witte-Schmale am Freitagvormittag, um sie nach vierzig Jahren im Schuldienst zu verabschieden. Und mit Seifenblasen, einem gut einstudierten Ständchen und einem kleinen „Walk-of-Fame“, für den die Schüler bunte Sterne auf den Boden des Tannenbusch-Schulhofs gesprüht hatten, war die Überraschung mehr als gelungen. Aber nicht nur die Kinder und das Kollegium waren da, auch ehemalige Weggefährten, Eltern, Schulpflegschaft, Kulturdezernentin Tanja Gaspers und einige Schulleiterkollegen wollten Annelie Witte-Schmale gebührend verabschieden.

„Ich bin ganz überwältigt“, sagte die ehemalige Schulleiterin nach dem sich an die Begrüßung anschließenden offiziellen Programm in der Turnhalle der Tannenbuschschule. Daran hatten alle Kinder und Lehrer des Schulverbunds mit Tanzeinlagen, einer Theateraufführung, einer afrikanischen Trommlerrunde und viel Gesang mitgewirkt. „Was für ein schöner Tag“, findet Witte-Schmale, die während der gesamten Veranstaltung über beide Ohren strahlte – kein Wunder, immerhin durfte die ehemalige Schulleiterin als einzige auf einem mit roten Samttüchern und goldenen Sternen geschmückten Thron neben den Kindern Platz nehmen.

Vierzig Jahre hatte die Pädagogin an der Tannenbuschschule unterrichtet und in dieser Zeit mehr als acht Jahrgänge von der ersten Klasse bis zum Übergang in die weiterführende Schule begleitet. Vor 15 Jahren übernahm Witte-Schmale schließlich die Leitung der Schule. Den Fokus legte Witte-Schmale dabei vor allem auf die musikalische, künstlerische und sportliche Bildung. Das Wichtigste bei ihrer Arbeit seien ihr nämlich immer die Kinder gewesen, sagt sie. Und die werde sie auch am meisten vermissen, vor allem ihre „Natürlichkeit, Fröhlichkeit und Ehrlichkeit“. Das habe sie auch schon in den vergangenen zwei Wochen bemerkt, die sie bereits im Ruhestand verbracht hatte. „Mein letzter dienstlicher Tag war am 31. Januar“, erklärt Witte-Schmale. Und rückblickend weiß sie: „So sonnig wie heute waren auch meine letzten vierzig Jahre hier.“

Ihre Nachfolgerin steht bereits seit August vergangen Jahres in den Startlöchern: Claudia Dalibor kam bereits zu Beginn des Schuljahres nach Dormagen – um einen fließenden Übergang zu ermöglichen und Witte-Schmale bei ihrer der Leitung des 2016 eingeführten Schulverbundes zu unterstützen. Zuvor hatte Dalibor 18 Jahre lang an der Heinrich-Heine-Grundschule in Düsseldorf unterrichtet. Jetzt freut sich die 46-jährige kommissarische Schulleiterin auf ihre neue Aufgabe in Delhoven.

Was Annelie Witte-Schmale nun mit ihrer neu gewonnenen und wohlverdienten Freizeit anfangen will, steht aber noch nicht ganz fest: „Mit der Zeit ist das immer so eine Sache“, scherzt sie. Sie könne sich aber gut vorstellen, sich wieder mehr der Kunst und dem Zeichnen zu widmen. „Kunst war schon immer was für mich“, sagt sie. Interessant fände sie auch, sich mehr mit dem Thema Kunstgeschichte auseinanderzusetzen, beispielsweise als Gasthörerin an der Universität.