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Dormagen: Tageseltern geben sich Betreuungs-Tipps

Dormagen : Tageseltern geben sich Betreuungs-Tipps

Beim Gesprächskreis der Caritas "Tagespflege für Kinder" tauschen sich Tagesmütter und Tagesväter in Dormagen über ihre Arbeit und Aufgaben aus. Die Treffen dienen auch der Kontaktpflege untereinander.

Einmal im Monat trifft sich der Caritas-Gesprächskreis "Tagespflege für Kinder". Bei diesem Treffen haben Männer und Frauen, die in der Kindertagespflege in Dormagen tätig sind, die Möglichkeit, sich mit Kollegen auszutauschen. "Unser Gesprächskreis trifft sich regelmäßig und wird sehr gut von den Tagesmüttern und -vätern angenommen", sagt Gabriele Schwieters vom Caritasverband, die diese Treffen organisiert.

Und die Treffen seien sehr wichtig, denn die Tageseltern würden so wichtige Kontakte knüpfen. "Der persönliche Kontakt mit anderen in der Tagepflege tätigen Personen kommt durch unsere Treffen zustande. Tagesmütter sowie Tagesväter arbeiten alleine zu Hause und haben so keine direkten Kollegen, wie es etwa in Kindertagesstätten der Fall ist", sagt Schwieters.

Beim Gesprächskreis tauschen sich die Pflegeeltern über die Arbeit aus und sie erhalten Hilfestellungen und wichtige Tipps von den andern Teilnehmern. Auch kann auf diesem Weg eine Vertretung gefunden werden. "Tritt einmal ein Notfall ein, oder ist eine Tagesmutter krank, so ist es wichtig, dass es eine Vertretung gibt. Unser Gesprächskreis stellt den Kontakt zu anderen Tageseltern her. Die Kinder können dann von anderen Tagesmüttern aufgenommen werden", erklärt sie. Dies sei besonders wichtig, damit die berufstätigen Eltern sich nicht kurzfristig selbst um eine neue Beaufsichtigungsperson für ihr Kind kümmern müssen.

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Stefan Hauffle ist seit einem Jahr Tagesvater und betreut neben seinem eigenem Sohn noch ein Tageskind. "Ich bin heute das erste Mal hier beim Gesprächskreis'", sagt der 33-Jährige. Er möchte Kontakt zu anderen Tageseltern herstellen, auch wenn er bei diesem Treffen der einzige Tagesvater in der Runde ist. "Männer sind in diesem Berufsfeld immer noch in der Unterzahl", sagt Gabriele Schwieters, "aber es werden doch mehr, die sich dazu entscheiden, diesen Beruf zu ergreifen." Stefan Hauffler absolvierte seinen Zivildienst in einer Kita, jedoch keine Ausbildung zum Erzieher, sondern machte eine Kochlehre. "Männer werden in dieser Frauendomäne immer noch eher skeptisch beäugt. Daher habe ich mich damals für eine andere Ausbildung entschieden", sagt er. In Kontakt mit den Erziehern aus seiner Zivildienstzeit blieb er jedoch weiterhin. Nun befindet er sich am Ende seiner ersten Qualifizierungsphase und hat bereits 160 Stunden in der Kindertagespflege gearbeitet.

Während er noch am Anfang seiner Tagesvater-Ausbildung ist, sind andere Gesprächskreisteilnehmer schon seit Jahren tätig. Mechthild Killewald ist seit zehn Jahren Tagesmutter. "Ich habe drei erwachsene eigene Kinder und bereits vier Enkel", erzählt die 58-Jährige. Sie ist ausgebildete Kindergärtnerin und betreut momentan sechs Tageskinder. "Zunächst war ich skeptisch als Tagesmutter zu arbeiten, da die Bedingungen immer noch nicht optimal sind, besonders was die Bezahlung betrifft", so Killewald. Heute kann sie sich jedoch keinen anderen Beruf vorstellen. "Ich habe zeitweise wieder für ein Jahr in einer Kita als Erzieherin gearbeite, wo ich den Kindern aber nicht so gerecht werden konnte, wie ich wollte."

(NGZ)