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Tafel in Dormagen: SPD und Grüne fordern Zuschuss für neues Gebäude

Tafel in Dormagen : SPD und Grüne fordern Zuschuss für neues Gebäude

Auch die Dormagener Tafel ist durch den Ukraine-Krieg sowie steigende Kosten immer mehr gefragt. SPD und Grüne fordern nun Unterstützung.

Das ganze Maß der Auswirkungen des Krieges in der Ukraine wird nach und nach immer deutlicher. Auch in Dormagen arbeiten viele am personellen und finanziellen Limit, um die Folgen zu bewältigen. Unteranderem Stark betroffen ist die Dormagener Tafel. Erst seit wenigen Wochen ist klar, Kostenpflichtiger Inhalt dass der Neubau der Tafel  an der Bürger-Schützen-Allee in Rheinfeld deutlich teurer werden wird, als zuvor geplant. Ursprünglich geplant waren Kosten in Höhe von 750.000 Euro, mittlerweile seien diese auf mindestens 950.000 Euro gestiegen. Zu dem ist der Kundenstamm des Vereins aufgrund des Krieges deutlich gewachsen.

Laut Martin Voigt, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion, müsse die Politik nun reagieren: „Die Anzahl der Kundinnen und Kunden, die ihre Familien aufgrund der steigenden Energie- und Lebensmittelkosten nicht mehr ohne die Tafel ausreichend versorgen können steigt“, so Voigt. Er führt aus: „Gleichzeitig steigen die Kosten für den Transport und die sachgerechte Unterbringung von Lebensmitteln und anderen Waren sowie die Kosten für den Gebäudeneubau zur Versorgung dieser Menschen. Dies erreicht ein Maß, welches von dem Verein Dormagener Tafel nicht mehr allein finanziert werden kann.“ Fraktionschef Michael Dries ergänzt: „Die Tafel Dormagen bildet für die Gesellschaft eine wichtige und leider notwendige Stütze in unserem Sozialsystem“.

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Damit diese nicht wegbricht, bedarf es laut SPD der Unterstützung der Politik und der Stadtgesellschaft. „Wir haben deshalb gemeinsam mit der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen beantragt, dass die Stadt den dringend notwendigen Neubau an der Bürger-Schützen-Allee einmalig mit 100.000 Euro bezuschusst.“ Dies sei alternativlos, um „die Versorgung einkommensschwacher Menschen“ abzusichern. „Die Anerkennung der Arbeit des Teams rund um Claudia Manousek ist enorm wichtig. Noch wichtiger ist aber in der jetzigen Situation eine handfeste – in diesem Fall finanzielle – Unterstützung“, spricht Martin Voigt Klartext. „Wir hoffen, dass dies auch die anderen Parteien so sehen und der beantragte Zuschuss problemlos vom Rat der Stadt Dormagen genehmigt wird.“

(NGZ)