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Dormagen: Supermarkt überschwemmt

Dormagen : Supermarkt überschwemmt

Eine defekte Sprinklerdüse hat am Montag einen größeren Einsatz der Feuerwehr in der Innenstadt ausgelöst. Auf dem Boden des Edekamarktes in der Rathaus-Galerie waren rund 400 Liter Wasser ausgelaufen.

Kurz vor 14 Uhr rückte die Feuerwehr mit einem massiven Aufgebot in Richtung Innenstadt aus. Alarmiert wurde sie über die Brandmeldeanlage der Rathaus-Galerie. Eine defekte Sprinklerdüse hatte innerhalb weniger Minuten rund 400 Liter Wasser in einen Vorraum des Molkerei-Kühlhauses des Edeka-Marktes laufen lassen. Dort stand das Wasser etwa 15 Zentimeter hoch. Die Einsatzfahrzeuge von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei auf der Römerstraße zogen über Stunden die Blicke der Passanten auf sich.

Drei Löschzüge waren draußen

"Glücklicherweise gab es diesen Defekt nicht an einer der Düsen direkt im Markt", sagt Inhaber Markus Büttgen. Dennoch lief das Wasser aus dem Lagerbereich in die Geschäftsräume. Die Kunden ließen sich davon nicht weiter beeindrucken. Auf dem Weg zu Wein und Sekt bahnten sie sich den Weg durch das Wasser. Feuerwehr und Edeka-Mitarbeiter waren mehrere Stunden lang beschäftigt, das ausgelaufene Wasser aufzunehmen.

Die Feuerwehr war mit drei Löschzügen ausgerückt. "Wir waren mit 18 Personen im Einsatz, da wir zum Zeitpunkt der Alarmierung noch nicht wussten, was passiert ist", erklärt Dormagens Feuerwehr-Chefin Sabine Voss. Kommt es zu einem Alarm durch eine Brandmeldeanlage, sind die Rettungskräfte nochmals sensibilisiert. In diesem Fall muss damit gerechnet werden, dass viele Menschenleben in Gefahr sind. Als Ursprung des Alarms machten die Einsatzkräfte schnell die Sprinkleranlage aus.

"Wir mussten einige Waren wegschmeißen. Verletzt wurde jedoch zum Glück niemand", fasste Büttgen den entstandenen Schaden zusammen. Am Nachmittag war sein Geschäft wieder trocken. Doch das war nicht so leicht zu erreichen: "Immer wenn wir die Tür zum Vorraum des Kühlhauses geöffnet haben, lief das Wasser wieder in die Geschäftsräume", erklärte Voss. Daher musste vorsichtig agiert werden, um nicht den gesamten Verkaufsbereich zu überschwemmen.

Die Feuerwehr-Chefin vermutet, dass der Defekt der Sprinklerdüse eventuell durch die anhaltende Kälte verursacht worden sein könnte. "Im Falle eines Brandes erwärmt sich eine Flüssigkeit in einer Glas-Ampulle am Sprinklerkopf. Diese dehnt sich aus und lässt die Ampulle platzen", erklärt Voss. Damit wird der Weg für das Wasser frei. Ab diesem Moment wird Wasser aus Tanks an die Stelle gepumpt, an der das Löschwasser austritt.

(NGZ)