Stürzelberger Straße in Dormagen: Neuer Radweg ohne Beleuchtung?

Stürzelberger Straße in Dormagen : Beleuchtung auf neuem Radweg soll wegfallen

Mit dem lange erwarteten Neubau eines kombinierten Geh- und Radweges entlang der Stürzelberger Straße zwischen Stürzelberg und Zons wurde Anfang August begonnen.

Der städtische Planungs- und Umweltausschuss hatte im November 2018 diesem Projekt zugestimmt. Jetzt schlägt die Verwaltung in einer Beratungsvorlage für die Planungsausschuss-Sitzung vom 29. Oktober vor, die veraltete Beleuchtung der Straße nicht zu ersetzen. Vor knapp einem Jahr war nicht ausdrücklich erwähnt worden, dass die bisher vorhandene alte Beleuchtung der Straße nach dem erforderlichen Rückbau nicht wieder neu hergestellt werden soll.

Wie Beigeordnete Tanja Gaspers in der Beratungsvorlage ausführt, soll bei der Baumaßnahme an der Stürzelberger Straße „auf eine Straßenbeleuchtung sowohl aus Kostengründen wie auch im Sinne des Umweltschutzes verzichtet werden“. Entschieden ist dieser Punkt noch nicht, die Ausschussmitglieder können noch darüber diskutieren.

Wie die Verwaltung erläutert, ist die Beleuchtung außerörtlicher Straßen grundsätzlich eine freiwillige Maßnahme. Beispiele dafür in Dormagen: in Teilen der Aldenhovenstraße, an der B9 in St. Peter, der Edisonstraße, der St.-Peter-Straße und des Zinkhüttenwegs. Die Investition in eine neue Straßenbeleuchtung für den Radweg an der Stürzelberger Straße beziffert die Verwaltung mit rund 50.000 Euro plus Stromkosten von etwa 600 Euro pro Jahr. Dagegen sprächen auch „verstärkt Gründe des Umweltschutzes wie CO2-Einsparung und der sogenannte ,Lichtsmog’“. Dieser sei vor allem für nachtaktive Tiere und Insekten schädlich. „Aus diesem Grunde befürwortet auch die Untere Naturschutzbehörde des Rhein-Kreises Neuss auf Nachfrage die aktuelle Planung; eine Beleuchtung der Straße wird eher kritisch und als kontraproduktiv zu den Bemühungen beim Insektenschutz gesehen“, führt Kämmerin Gaspers aus. In jedem Falle müsste für eine Beleuchtung eine Befreiung bei der Unteren Naturschutzbehörde beantragt werden, unter Beteiligung des Naturschutzbeirates.

Für eine Beleuchtung sprächen, so Gaspers, Gründe wie die Verkehrssicherheit und das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger, die zu Fuß unterwegs sind. Es komme auch der Aspekt der bisherigen Gewohnheit dazu. Bei außerörtlichen Straßen, zumal in Bereichen, die im wesentlichen anbaufrei sind, überwiegen nach Ansicht der Verwaltung die Gründe gegen eine Beleuchtung.