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Dormagen: Studium für Leistungssportler

Dormagen : Studium für Leistungssportler

Der Campus Knechtsteden baut sein Angebot aus. Ab September könnten dort Leistungssportlerein Wirtschaftsstudium absolvieren. Dazu kooperiert das Norbert-Gymnasium mit der FOM.

Dormagen baut sein Studienangebot aus. Zukünftig sollen neben Optikern auch Leistungssportler in Dormagen studieren können: Am Campus Knechtsteden planen das Norbert-Gymnasium und die Fachhochschule für Ökonomie und Management (FOM) den Studiengang "Business Administration" für Leistungssportler. Mit diesem breit aufgestellten Wirtschaftsstudium soll Leistungssportlern aus ganz Deutschland eine Karriere nach der Zeit als Sportler ermöglicht werden. Losgehen könnte es schon im September, wenn bis dahin 20 Bewerber gefunden werden.

Leistungssportlern wie Kentin Mahé soll das Studium helfen. Foto: Zaunbrecher

Josef Zanders ist sicher, das dies gelingt: "Duale Förderung wird immer wichtiger. In immer mehr Berufen ist ein Studium Voraussetzung", macht der Schulleiter des Norbert-Gymnasiums deutlich. Dabei sei es für Sportler, die durch Trainings und Wettkämpfe zeitlich stark gebunden sind, durch die Umstellung auf Bachelor- und Master-Studiengänge nicht leichter geworden, sich neben dem Leistungssport an einer Hochschule weiterzubilden. Um dies zu ändern, wird der Campus Knechtsteden zum Studienstandort der FOM in Neuss. "Damit wird die Kooperation, die wir bereits im Rahmen der ,Academy for Junior Managers' verfolgen, weiter ausgebaut", so Zanders. Auf die zeitlichen Bedürfnisse der Sportler angepasst, soll dort das Wirtschaftsstudium möglich werden. "Das Ziel der FOM ist es, Interessierten die Möglichkeit zu bieten, Beruf und Studium zu verbinden", so Kanzler Harald Beschorner. Man wolle nun auch Leistungssportlern aus Bundes- und höheren Förderkadern diese Chance geben. Auf die künftigen Studierenden kommt ein sieben-semestriges Bildungspaket zu. "Im Winter- und Sommersemester gibt es jeweils 13 Wochen mit Veranstaltungstagen", erläutert der Geschäftsleiter des FOM-Standortes Neuss, Armin Bram. An drei Wochentagen soll es je sechs Unterrichtsstunden geben. Zum Studium gehört zudem ein kaufmännisches Praktikum über insgesamt 130 Tage. Landrat Hans-Jürgen Petrauschke unterstützt die Initiative: "Ich würde mich freuen, wenn wir mehr als 20 Personen finden, die sich einschreiben." Sein Vertreter Jürgen Steinmetz sprach gestern von einem "Lückenschluss zu den bereits bestehenden Förderangeboten für Leistungssportler im Rhein-Kreis". Auch wenn er erst skeptisch gewesen sei, zeigte sich der Leiter des Olympiastützpunktes Rheinland, Michael Scharf, gestern begeistert: "Das Angebot ist eine logische Weiterentwicklung und hilft, Athleten auch nach der Schule und ihrer Karriere als Leistungssportler in der Region zu halten."

(NGZ)