1. NRW
  2. Städte
  3. Dormagen

Dormagen: Student gründet eigene Modemarke

Dormagen : Student gründet eigene Modemarke

Der 21-jährige Niklas Geller hat vor zwei Jahren ein eigenes Modelabel gegründet: Hury&Uren. Der Straberger setzt auf spritzige Farben und einen alternativen, modernen Stil. Lokal ist die Marke einigermaßen etabliert, um wirklich bekannter zu werden, bräuchte er mehr Geld.

Der 21-jährige Niklas Geller hat vor zwei Jahren ein eigenes Modelabel gegründet: Hury&Uren. Der Straberger setzt auf spritzige Farben und einen alternativen, modernen Stil. Lokal ist die Marke einigermaßen etabliert, um wirklich bekannter zu werden, bräuchte er mehr Geld.

Das ganze Vorhaben wirkt schon sehr professionell. Rund zwei Mal im Jahr erscheint eine neue Kollektion, es gibt eine gut funktionierende Internetseite und einen kooperierenden Händler. Selbst das Auto von Niklas Geller, Gründer der jungen Modemarke "Hury&Uren", gleicht einem Werbeplakat auf vier Rädern. Und dennoch: "Viel Geld kann ich damit nicht verdienen", sagt der 21-jährige Straberger.

Gut zwei Jahre ist es jetzt her, dass Niklas Geller das Modelabel Hury&Uren gegründet hat. "Ich hatte die Idee, mal ein paar T-Shirts zu entwerfen", berichtet Geller. Er fing mit Zeichnungen von Tieren an, was auch seinen Freunden gefiel. Es dauerte nicht lange, dass er zum Freundschaftspreis einige Exemplare verkaufte. Niklas Geller holte sich noch zwei Freunde mit ins Boot, auf einmal war eine richtige Marke entstanden. Der Name Hury&Uren sei zusammengesetzt aus zwei Namen. "Außerdem fand ich ein ,Und' im Namen gut", erklärt Geller.

Pullover, T-Shirts und Boxershorts kann man bei Niklas Geller kaufen. Die Motive sind alle von ihm entworfen und per Hand gezeichnet. "Ich habe inzwischen schon einen kleinen Vorrat an Illustrationen", sagt er. Zielgruppe seien im Groben 14- bis 29-Jährige, Männer wie Frauen. Im Alltag verbringt Geller viel Zeit mit der Marke. Aufwändig sind vor allem auch die Fotoshootings. Die Bilder, die dabei entstehen, dienen der eigenen Internetseite. "Für die letzte Kollektion waren wir in Jüchen auf einer alten Autobahn", erzählt Geller. "Danach ging es noch an den Rhein und nach Zons. Als Models stellt der 21-Jährige Freunde vor die Linse.

Der Alltag sieht so aus, das auf Nachfrage und nicht auf Vorrat produziert wird. "Wir verkaufen rund fünf Artikel im Monat", sagt Geller. Er bestellt einfarbige T-Shirts bei einem Textilgroßhändler und bedruckt sie individuell. "Wir gehen auch auf die Wünsche der Kunden ein", sagt er. Ein T-Shirt in einer anderen Farbe oder einem anderen Hintergrund sei kein Problem.Viel Geld verdiene er damit nicht, aber darum gehe es auch nicht. "Ich sammele viel Erfahrung", sagt er.

Niklas Geller studiert zurzeit Kommunikationsdesign in Aachen. Im Studium lernt er auch etwas über Marken. "Du musst wirklich bekannt sein, damit die Leute dich kaufen", sagt er. Damit die Bekanntheit von Hury&Uren über das lokale Interesse hinaus geht, bräuchte die Marke mehr Geld für Werbung. "Ich bräuchte ne Million, um dann ganz Deutschland mit Plakaten vollzukleben", sagt Geller und lacht. Bis dahin muss er sich eben an den kleinen Dingen freuen: "Ich habe in der Innenstadt mal jemanden mit unserem T-Shirt gesehen, den ich nicht kannte", erzählt er. "Das war natürlich cool."

(NGZ)