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Dormagen: Strenger Winter treibt die Heizkosten nach oben

Dormagen : Strenger Winter treibt die Heizkosten nach oben

Die evd rechnet mit rund 20 Prozent Mehrkosten beim Heizen. Ursache für die Steigerung ist der lange Winter.

Der Winter ist gerade erst vorbei, da folgt für viele die böse Überraschung. Aufgrund der langen Kälteperiode drohen hohe Heizkosten-Nachzahlungen. Nach Auskunft der Energieversorgung Dormagen (evd) ist ein Anstieg um 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr wahrscheinlich, wie gestern evd-Sprecherin Angelika Haas auf Anfrage sagte. Je nach Haushalt könne die Steigerung geringer oder aber auch höher ausfallen.

Abhängig ist die Höhe der Nachzahlung vom Abschlag, der monatlich gezahlt wird. Wer eine hohe Nachzahlung im nächsten Frühjahr vermeiden möchte, könne die Höhe der monatlichen Abschlagzahlung erhöhen, so Haas. Dies könne direkt bei der evd beantragt werden.

Auch bei der Verbraucherzentrale geht man von höheren Gasrechnungen aus. Nach der Kalkulation des Vereins dürften die Mehrkosten allerdings geringer ausfallen. "Aktuell gehen wir davon aus, dass der Winter zwölf Prozent kälter war als im Vorjahr", sagt Gerhild Loer vom Bereich Energie bei der Verbraucherzentrale NRW. Der Kostenanstieg gehe auf den langen Winter und nicht auf gestiegene Gaspreise zurück. Dementsprechend rät die Expertin, die Abschlagszahlung nicht zu erhöhen. Es sei wahrscheinlich, dass der nächste Winter wieder kürzer ist. Sicher könne man mit einer höheren Abschlagszahlung eine Nachzahlung vermeiden, dafür verzichte man aber auch auf die Zinsen, die theoretisch für das Geld anfallen könnten.

Wie viel ein Haushalt zahlen muss, zeigt die Expertin an einer Beispielrechnung: Eine 80 Quadratmeter große Wohnung benötige durchschnittlich pro Jahr 15 000 Kilowattstunden (kWh). In diesem Jahr müsse man mit einem Verbrauch von 16 860 kWh rechnen. Eine Familie müsse demnach 1146 Euro zahlen – das wären 126 Euro mehr als im Vorjahr.

(jaw)