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Dormagen: Streit um Verkauf des Alten Bahnhofs

Dormagen : Streit um Verkauf des Alten Bahnhofs

Die Zukunft des Alten Bahnhofs Nievenheim und der dort integrierten Gaststätte steht in den Sternen. Im Hauptausschuss wurde gestern der geplante Verkauf des Gebäudes noch einmal heiß diskutiert.

Insbesondere Hans-Joachim Woitzik, Fraktionsvorsitzender der Zentrumspartei, stemmt sich gegen den Verkauf. "Der Nievenheimer Bahnhof ist eine wichtige Versammlungsstätte und Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in Delrath", so Woitzik. Der Zentrumsmann würde bevorzugen, dass das Gebäude nicht verkauft und dafür in ein Bürgerhaus umgewandelt wird.

Mit diesem Vorschlag stieß Woitzik auf Gegenwind. Dietrich Krueger von den Bürgern für Dormagen, findet: "Die Unterhaltung einer Gaststätte ist nicht die Kernaufgabe einer Stadt." Krueger regte an, die Delrather im Rahmen einer Bürgerversammlung einzubeziehen. Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann setzte hinzu: "Die Stadt ist kein Gaststättenbetriebskonzern." Mit Bürgerhäusern in anderen Stadtteilen — zum Beispiel mit dem still liegenden Gohr — habe die Stadt Schwierigkeiten. SPD-Fraktionschef Bernhard Schmitt hatte sich darüber moniert, dass die Verkaufspläne überraschend gekommen seien. Wiljo Wimmer (CDU) schlug darauf vor, eine Liste mit städtischen Immobilien aufzulegen, die nicht zwingend nötig sind und veräußert werden können.

Die Verwaltung will den Alten Bahnhof wegen des großen Instandhaltungsaufwands verkaufen. Als Verkaufspreis wurden 200.000 Euro kolportiert. Einen Interessenten, mit dem die Verhandlungen schon weit fortgeschritten sind, gibt es bereits.

(NGZ)