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Strei um Harz in Dormagener Sporthallen: Lierenfeld sucht Gespräch

Sport in Dormagen : Lierenfeld sucht Gespräch im Hallen-Streit

Der Streit um vermeintlich fehlende Unterstützung der TSV-Handballer durch die Stadt und die Benutzung von Harz beim Training geht weiter.

Der Streit um vermeintlich fehlende Unterstützung der TSV-Handballer und die Benutzung von Harz beim Training geht in die nächste Runde. Die ganze vergangene Woche ging es bei dem Thema hin und her, jetzt ist immerhin ein persönliches Gespräch in Sicht. Ein solches hat Bürgermeister Erik Lierenfeld (SPD) CDU-Kreistagsmitglied Andreas Buchartz angeboten.

Lierenfeld reagierte am Freitag prompt, nachdem Buchartz ihn angeschrieben und auf die in absehbarer Zeit beginnende Renovierung des BBZ-Schulzentrums, in das die Sporthalle einbezogen werden soll, hingewiesen hatte. Die Halle würde dann über einen längeren Zeitraum fürs Handballtraining nicht zur Verfügung stehen. Buchartz bat Lierenfeld, dass die Stadt die Nutzung städtischer Hallen „mit der Möglichkeit des ,Harzens’“ prüfen soll. Die Reaktion des Bürgermeisters ließ nicht lange auf sich warten. Er bezeichnete die Kommunikation als „sehr bedauerlich“. Schon in der ersten Pressemitteilung des Kreissportausschuss-Vorsitzenden habe dieser „völlig falsch“ gelegen. „Gerade die Stadt hat in der Vergangenheit – unabhängig der politischen Führung – immer wieder gezeigt, dass die Zusammenarbeit für den Handball in dieser Stadt hervorragend ist.“ Es sei daher „bedauerlich, dass Sie aus dieser Fehleinschätzung nicht lernen, sondern erneut versuchen, sich in der Öffentlichkeit (...) zu profilieren“.

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Die Problematik liege, so Lierenfeld, insbesondere darin, dass durch den Harz, den die Handballer nutzen, erhebliche Verschmutzungen auf dem Hallenboden entstehen. Der Boden müsse dann so gründlich und zeitnah gereinigt werden, dass er am nächsten Morgen für die Schulkinder zur Verfügung steht, ohne dass für die Kinder eine Gesundheitsgefährdung, z.B. durch die intensiven Reinigungsmittel, besteht. „Bei allem Herz für den Sport war es zwischen den Beteiligten immer Konsens, dass Schulunterricht für Kinder Vorrang hat.“ In der Kreissporthalle am BBZ dürfen die Handballer mit Harz trainieren, darauf hatte Buchartz hingewiesen.

(NGZ)