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Dormagen: Straßenkontrolleure - immer unterwegs

Dormagen : Straßenkontrolleure - immer unterwegs

Fahrbahnschäden, Schilder, Baustellen: Wenn es in Dormagen um diese Themen geht, ist Fachkenntnis gefragt. Und das ist sehr oft der Fall. Norbert Suhr, Daniel Ollig und Karl-Heinz Böckamp sind die meiste Zeit ihres Arbeitstages draußen.

"Ich kenn' die Gegend wie meine Westentasche." Der Spruch ist schnell dahingesagt und eigentlich immer stark übertrieben. Außer bei Männern wie Norbert Suhr, Daniel Ollig und Karl-Heinz Böckamp. Die drei Dormagener sind Straßenkontrolleure bei den Technischen Betrieben (TBD), und sie können tatsächlich mit Fug und Recht sagen: "In unserer Stadt kennen wir (fast) jeden Stein." Und auch fast jedes Schild und jede Baustelle. Denn die Kontrolle von Fahrbahnen, Rad- und Gehwegen, Plätzen, Gräben und Böschungen, Verkehrsschildern und vielem mehr, was im öffentlichen Raum in ordnungsgemäßem und verkehrssicherem Zustand sein muss, ist ihr Metier.

Der Job ist nichts für Stubenhocker. Und tatsächlich sind die drei freundlichen Herren die meiste Zeit ihres Arbeitstages draußen im Einsatz - bei jedem Wind und Wetter. "Das hält fit und härtet ab", sagen sie unisono. "Ich schätze den Außendienst und die Kontakte mit den Bürgern", ergänzt Norbert Suhr. Die seien meistens nett, die Resonanz auf ihre Arbeit überwiegend positiv. Seine beiden Kollegen sind der selben Meinung. Wenn sie sich um kaputte Straßen kümmern, schiefstehende Schilder richten oder aufpassen, dass an Baustellen von Versorgungsunternehmen alles glatt läuft, erfahren sie meistens Wertschätzung. "Wir können den Leuten ja in der Regel auch helfen. Und wenn die sich bedanken, dann motiviert mich das schon", sagt Karl-Heinz Böckamp. Mit 56 Jahren ist er zwar der Älteste im Team (Suhr ist 45, Ollig 50), aber erst seit November dabei. Norbert Suhr bringt es schon auf neun Jahre als Straßenbegeher, Daniel Ollig gar auf gut 15 Jahre.

Wieviele Kilometer sie im Jahr abreißen, wissen die Männer nicht genau. Sie sind überwiegend zu Fuß und mit dem Elektrofahrrad unterwegs, aber auch mit dem Auto, einem Dienst-Golf, der von der ganzen Etage im Technischen Rathaus an der Mathias-Giesen-Straße genutzt wird. Einen Anhaltspunkt kann Norbert Böckamp aber liefern: "Von November bis jetzt habe ich allein mit dem Dienstwagen 1100 Kilometer zurückgelegt."

Daniel Ollig kann mit weiteren interessanten - und beeindruckenden - Zahlen und Details aufwarten. "Jährlich werden uns ungefähr 2500 Mängel an Straßen, Wegen, Schildern etc. gemeldet", erzählt der Experte. Ungefähr 850 Mal müssten Straßenaufbrüche genehmigt werden. Sechs bis acht Mal im Monat geht es um die Gestattung von Absenkungen, zum Beispiel von Bordsteinen, aber auch an privaten Zufahrten. Und schließlich fallen auch die Kontrollen und Leerungen der zehn städtischen Parkscheinautomaten in die Zuständigkeit der Straßenkontrolleure.

Alle drei wohnen übrigens auch im Stadtgebiet - Ollig in Nievenheim, Suhr in Zons, Böckamp in Horrem. Da ist es klar, dass ihnen selbst in der Freizeit immer wieder Dingevor Ort auffallen, die ihren Zuständigkeitsbereich berühren. Norbert Suhr fasst es so zusammen: "Mit einem Auge ist man eben immer Straßenbegeher." Und kennt so fast jeden Stein...

(NGZ)