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Dormagen: Straberger organisiert Fest zum 150-Jährigen

Dormagen : Straberger organisiert Fest zum 150-Jährigen

Einstimmig wurde Ulrich Baumer als Brudermeister der St.-Hubertus-Schützenbruderschaft Straberg wiedergewählt. Jetzt bereitet er mit einem Team die erweiterte Jubiläums-Gottestracht im Mai vor.

Besondere Jubiläen erfordern besondere Vorbereitung: Seit Mai 2015 plant das Festkomitee der St.-Hubertus-Schützenbruderschaft Straberg unter der Leitung von Ehrenbrudermeister Wolfgang Saedler das Jubiläumsfest zum 150-Jährigen. Gefeiert wird es mit einer erweiterten Gottestracht vom 19. bis 21. Mai, wobei der zusätzliche erste Tag dem Festkommers unter Schirmherrschaft von Landrat Hans-Jürgen Petrauschke gewidmet ist. Sonntags beginnt die Gottestracht eine Viertelstunde früher um 8.45 Uhr, nachmittags werden bis zu 1000 Schützen erwartet, darunter Abordnungen aus dem Stadtgebiet und dem Bezirk Nettesheim. "Das Komitee hat tolle Arbeit geleistet", lobt Brudermeister Ulrich Baumer die Schützen. Bisher hat der zwölfköpfige Vorstand dem Festausschuss eher zugearbeitet, aber jetzt greifen die Vorständler verstärkt mit ein. "Gerade wenn es um Kontakte mit der Stadt und andere offizielle Aufgaben geht", beschreibt Uli Baumer (53) die Arbeitsteilung.

In den vergangenen vier Jahren waren die Straberger Schützenbrüder sehr zufrieden mit ihrem Brudermeister, so wählten ihn 186 Schützen jetzt einstimmig für weitere vier Jahre wieder. Die einzige Enthaltung stammte von ihm selbst, was Wahlleiter Heinz-Peter Klosterberg aufgriff: "Uli, Du darfst Dich ruhig auch selber wählen. Das hat dä Adenauer auch nicht anders gemacht!" Herzlich dankte Baumer für das Vertrauen. "Unsere lebendige Tradition soll erhalten bleien. Daher möchte ich gern in den nächsten vier Jahren die Jugendarbeit intensivieren, um so noch mehr Jugendliche für uns zu begeistern."

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Turnusgemäß standen sechs Vorstandsposten zur Wahl, für die es 13 Bewerber, darunter mehrere junge Schützen, gab. Neu in den Vorstand gewählt wurden Klaus Saedler, der die Karnevalssitzung leitet, und David Lemper, der bereits Jungschützenmeister ist. Den zwölf Vorstandsmitgliedern werden bald ihre Aufgaben übertragen, am 25. Februar ist die konstituierende Sitzung. "Bis dahin sollte ich so weit sein", sagt Uli Baumer lachend. Er richte sich weitgehend nach Stärken und Wünschen der Kollegen: "Nur wer Spaß an der Ehrenarbeit hat, bleibt langfristig dabei", sagte Baumer.

Der gelernte Forstwirt und Natur- und Landschaftspfleger Baumer arbeitet als Leiter der Gärtnerei in der alten Abtei von Brauweiler beim Landschaftsverband Rheinland. 1969 machte er das erste Mal als Edelknabe mit, aktiver Schütze ist er seit seinem 16. Lebensjahr. Seit 26 Jahren wirkt er im Vorstand, zunächst zehn Jahre als zweiter Kassierer, dann acht Jahre als Geschäftsführer und vier Jahre als zweiter Brudermeister hinter Wolfgang Saedler, den er im Januar 2013 ablöste. Da gab er das Amt des Zugführers beim Grenadierzug "Immerfroh", das er seit der Gründung vor 41 Jahren innehatte, auf. "Das Straberger Schützenwesen wird von der ganzen Familie gelebt", sagte Baumer, den seine Frau Christiane und Tochter Johanna unterstützen. "Ohne meine Familie könnte ich das zeitintensive Amt gar nicht ausüben", erklärte er.

(NGZ)