Straberg trägt "Unser Dorf hat Zukunft" weiter

Landeswettbewerb : Straberg lebt „Unser Dorf hat Zukunft“

Am Sonntag werden die Ergebnisse des Landeswettbewerbs verkündet. Davon unberührt, haben die Straberger den Gemeinschaftsgedanken und das Anpacken für ihr Walddorf verinnerlicht und verstärkt.

Der Zusammenhalt im Walddorf war schon immer groß. Doch was seit der erfolgreichen Teilnahme 2017 am Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ und der Vorbereitung für den Landeswettbewerb in diesem Jahr in Straberg entstanden ist, hat noch einmal eine andere Qualität und Intensität erreicht. „Es ist toll, wie der Wettbewerb weiteren Schwung gebracht hat – mit dem ,Drive’ löst sich manches wie von selbst“, erklärt Chef-Koordinator Manfred Steiner, der mit einem Team von engagierten Mitstreitern viele Aktionen angeschoben hat, die Straberg nicht nur verschönern, sondern die Gemeinschaft nachhaltig festigen und stärken.

Jetzt schauen alle Straberger auf ihr Schützenfest am Wochenende, das Strabi-Festival am Samstag – und am morgigen Sonntag außerdem noch auf die Entscheidung im Landeswettbewerb, an dem Straberg und Hülchrath als die beiden Kreissieger teilgenommen haben. „Wir fahren mit einer Delegation zur Ergebnisverkündung nach Bad Sassendorf“, sagt Steiner. Auch Bürgermeister Erik Lierenfeld und Harald Schlimgen, Fachbereichsleiter Bürger- und Ratsangelegenheiten, sind mit dabei. „Wir hoffen natürlich auf eine positive Bewertung“, sagt Manfred Steiner. Aber auch falls das nicht klappen sollte, steht der Gewinner bereits fest: Die Straberger, die den Wettbewerbs-Namen „Unser Dorf hat Zukunft“ verinnerlicht haben und ihn täglich leben. „Das was jetzt schon im Dorf passiert, und was wir angestoßen haben, ist jetzt schon ein Riesen-Erfolg und auch nicht mehr aufzuhalten“, sagte Manfred Steiner.

Die Straberger hatten sich am – leider verregneten –  8. Juli bei der Präsentation für die landesweite Jury mächtig ins Zeug gelegt. Sie hatten erneut ihr Engagement, die Naturnähe und den Zusammenhalt deutlich gemacht. Auch die Straßen waren mit Blumen und Fahnen geschmückt. „Trotz des Dauerregens konnten wir die Kommission überzeugen, dass hier in unserem Dorf ein besonderer Gemeinschaftsgeist herrscht“, hatte Manfred Steiner nach dem Besuch betont. Aber damit ist für die Straberger nicht Schluss mit ihrem Engagement: Unter dem Motto „Füreinander Miteinander“ haben sie die Projekte weitergeführt und neue Projekte gestartet. „Ich glaube, wir alle können stolz sein auf das, was wir geschafft haben“, sagte Steiner. Und das war nur der Anfang: Ob die Gärtnergruppe, die einen Gemeinschaftsgarten bewirtschaftet, ein Insektenhotel, das angefertigt wurde, ein Newsletter mit Walddorf-Neuigkeiten, ein geplantes Walddorf-E-Mobil – ein Siebensitzer als Carsharing-Angebot, für Ausflüge und Transporte – alles wird vorangetrieben. „Es gibt so viele Ideen für unser Dorf“, berichtet Manfred Steiner begeistert: So gibt es bald eine neue Gruppe, die sich mit Fördergeldern beschäftigt, dazu sorgt eine neue Gruppe „SoKu“ (Soziales und kulturelles Leben) für weitere Treffen, zum Beispiel zum Kürbisschnitzen Ende Oktober. Auch die Sanierung des Alfred-Delp-Hauses bleibt ein Hauptthema der Straberger.

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