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Dormagen: Straberg bekommt seinen Kunstrasenplatz

Dormagen : Straberg bekommt seinen Kunstrasenplatz

Der Sportausschuss beschloss gestern einstimmig den Bau eines Kunstrasenplatzes in Straberg. Dafür übernimmt der FC Straberg die Betriebsträgerschaft und leistet ein freiwilliges Entgelt. Im Oktober könnte der Platz bereits fertig sein.

Der Sportausschuss hat gestern nach ausgiebiger Diskussion einstimmig den Bau eines Kunstrasenplatzes mit Kunststoffumlaufbahn für den FC Straberg beschlossen. Auch die zuvor skeptischen Grünen votierten nicht dagegen, dass die Ausschreibung für das rund 700 000 Euro teure Vorhaben auf den Weg gebracht wird. Sie hatten sich zuletzt dafür ausgesprochen, eine gemeinsame Lösung mit dem Trägerverein des Norbert-Gymnasiums Knechtsteden (NGK) zu finden, der in geringer Entfernung zu Straberg ebenfalls eine moderne Sportanlage errichten will

"Wir stehen ein wenig unter Zeitdruck", sagte der sportpolitische Sprecher der CDU, Andreas Buchartz, "denn der neue Kunststoffplatz soll ja in der Sommerpause gebaut werden, damit er für die Fußballer im Herbst zur Verfügung steht." Außerdem habe der Kreistag sich gegen das bisher vorgelegte NGK-Konzept ausgesprochen und eine Planung für einen abgespeckten Schulsportplatz beauftragt, betonte CDU-Kreistagsmitglied Buchartz. Bei einem Runden Tisch klären Vertreter von Verwaltung, Politik Knechtsteden und Straberg im April Synergiemöglichkeiten.

Durch den Beschluss ist der Bau des Platzes gesichert – vorbehaltlich der Zustimmung des Landrates zum Haushaltssicherungs-Konzept, in dem die ersten Mittel für Straberg eingestellt sind. Johannes Stürmer, Projektleiter des FC Straberg, sagte nach der Sportausschusssitzung jedenfalls erleichtert: "Wir sind einen entscheidenden Schritt weiter. Die noch offenen Punkte werden wir mit der Verwaltung klären." Er würde sich freuen, wenn der neue Platz schon zum Zieleinlauf der Westdeutschen Halbmarathon-Meisterschaften am 5. Oktober fertiggestellt wäre. Die Errichtung des Platzes wird rund zehn Wochen dauern, mit dem Baubeginn ist im Sommer zu rechnen.

War im Vorfeld der Sitzung gemutmaßt worden, die SPD könnte noch einmal auf die Entscheidungsbremse treten, so sprach die frühere Parteichefin Regina Nawrot Klartext: "Wir wollen das Projekt jetzt anschieben."

Konkret wurde beschlossen: der Abschluss eines Vertrags über die Übernahme der Betriebsträgerschaft der Sportanlage durch den FC Straberg; die schriftliche Zusicherung, dass der Verein Arbeiten und Leistungen im Wert von rund 80 000 Euro im Rahmen der Herstellung des seit 1999 gewünschten neuen Platzes übernimmt und dass er ferner 30 000 Euro in bar zu den Investitionskosten beisteuert.

Außerdem wird der FC Straberg am 1. Mai bereits freiwillig ein Entgelt für die Sportstätte zahlen, wie Josef Schoos, der Vorsitzende des FC Straberg, erläuterte: "Unsere Mitglieder haben sich einstimmig bei unserer Jahreshauptversammlung dafür ausgesprochen." Gerechnet wird mit rund 11 000 Euro in diesem Jahr. Damit hofft die Stadt Dormagen, einen Steuervorteil von 19 Prozent nutzen zu können, wie es in der Begründung für diese Vereinbarung mit dem Verein in der Beratungsvorlage heißt. "Ein Signal auch für andere Projekte dieser Art", sagte Kämmerer Kai Uffelmann.

(NGZ/url)