Für Mütter in Dormagen Stadt könnte stillfreundliche Kommune werden

Dormagen · Junge Mütter brauchen Orte, an denen sie ungestört stillen können. Die Verwaltung prüft nun, ob ein Raum in der Innenstadt zur Verfügung gestellt werden könnte.

 Eine ruhige Atmosphäre und bequeme Sitzposition können dabei helfen, dass das Stillen entspannt abläuft.

Eine ruhige Atmosphäre und bequeme Sitzposition können dabei helfen, dass das Stillen entspannt abläuft.

Foto: dpa-tmn/Christin Klose

Kommunen und Gemeinden erhöhen ihre Attraktivität für junge Familien, wenn sie geschützte Stillbereiche anbieten. Dormagen gilt schon lange als familienfreundliche Stadt und könnte in Zukunft neben Kaarst als stillfreundliche Kommune ein weiteres Alleinstellungsmerkmal entwickeln. Das jedenfalls könnte sich die SPD gut vorstellen.

In einem Antrag vom März fordern die Sozialdemokraten die Verwaltung auf, zu prüfen, ob und mit welchem Aufwand in mindestens einem öffentlichen Gebäude in der Innenstadt ein Raum zur Verfügung gestellt und entsprechend eingerichtet werden kann, damit Frauen ihre Kinder in Ruhe stillen können. Der Stadtrat folgte dem Prüfauftrag einstimmig bei zwei Enthaltungen (Zentrum).

Die Stadt weist in diesem Zusammenhang allerdings darauf hin, dass derzeit generell zu wenig Räume für die Bediensteten der Stadt Dormagen zur Verfügung stehen. Erst mit Abschluss der anstehenden Baumaßnahmen wird sich diese Situation entspannen und dann gegebenenfalls auch die vom Antragsteller gewünschten Räume zum Beispiel im Neuen Rathaus ermöglichen.

Mit wenig Aufwand ließe sich eine ruhige Rückzugsmöglichkeit für Mütter schaffen, ist sich die SPD sicher. Auch Väter oder andere Betreuungspersonen von Säuglingen und Kleinkindern könnten dort in ruhiger Atmosphäre ihre Kinder füttern. An dieser Aktion könnten auch Geschäfte und Gastronomiebetriebe teilnehmen und etwa durch Aufkleber signalisieren, dass sie ebenfalls einen Stillbereich zur Verfügung stellen.

Der Landesverband der Hebammen NRW hat die Aktion „Sillfreundliche Kommune" initiiert und zertifiziert Kommunen entsprechend. Bedingung: Es muss ein geschützter Bereich in öffentlichen Gebäuden mit Publikumsverkehr bereitgestellt werden. Es muss ein kostenloses Getränk wie etwa Leitungswasser geben. Der Stillbereich muss einen bequemen Stuhl und eine Wickelmöglichkeit bieten und es müssen gut sichtbare Wegweiser dorthin führen.

(alem)
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