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Stadtbibliothek Dormagen: Ein Café könnte das Angebot erweitern

Stadtbibliothek Dormagen : Stadtbibliothek prüft eine Café-Ecke

Anregungen auf Studienreise zu niederländischen Bibliotheken geholt.

Stadtbibliotheken sind heutzutage mehr als Orte des Lesens und der Buchausleihe: Sie sind längst zu zentralen Räumen geworden, in denen herkunfts- und interessenübergreifend Begegnung stattfindet. Sie sind kommunale Kulturorte, ein gleichberechtigtes Angebot neben Theatern, Museen, Konzertsälen und Galerien. Daher fördert die Kulturstiftung des Bundes die Stadtbibliotheken mit dem Programm „hochdrei – Stadtbibliotheken verändern" eine Weiterentwicklung zu Orten der Begegnung. Dafür stellt die Kulturstiftung des Bundes bis zum Jahr 2022 insgesamt 5,6 Millionen Euro zur Verfügung. Davon möchte auch die Dormagener Bibliothek profitieren. Nach dem Bericht der Bibliotheksleiterin Claudia Schmidt über die „Tandem-Exkursion“ der Kulturstiftung zu niederländischen Bibliotheken („Dort waren viele helle Räume, mit Pflanzen“) hat der Kulturausschuss die Stadtverwaltung beauftragt, ein Konzept gemäß den Fördergrundsätzen der Kulturstiftung des Bundes zu entwickeln. In den Niederlanden wurde ein Literatur-Café in der Bibliothek von einem privaten Betreiber angeboten. „Das können wir uns sehr gut vorstellen, auch bei uns zu entwickeln. Aber noch sind das nur Ideen.“ Mit den eventuell bewilligten Mitteln in Höhe von 50.000 Euro – bei einem städtischen Eigenanteil von 5000 Euro – sollen auch unkonventionelle und kreative Ideen umgesetzt werden können. Bedingung ist ein Vorhaben mit mindestens einem lokalen oder regionalen Akteur der Stadtgesellschaft. Die Stadtbibliothek soll zum Raum der Begegnung, des kulturellen und interkulturellen Austausches sowie der Auseinandersetzung mit relevanten gesellschaftlichen Fragen innerhalb der eigenen Stadt zukunftsorientiert ausgebaut werden.

Die Stadtbibliothek Dormagen beschäftigt sich bereits seit vielen Jahren mit den Themen Bibliothek als Ort in der Kommune, Partizipation und Kooperationen, um die Bibliothek attraktiver zu gestalten.