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Stadt zieht Bilanz: 4200 Bäume beleben die Natur in Dormagen

Stadt zieht Bilanz : 4200 Bäume beleben die Natur in Dormagen

Von Herbstbeginn bis Ende Februar finden jährlich zahlreiche Bäume im Stadtgebiet Dormagen ein Zuhause. So lange dauert die sogenannte „Pflanzzeit“ der Technischen Betrieben Dormagen.

Wenige Wochen vor dem Ende ziehen die TBD ein Fazit über das Jahr 2021 und blicken voller Zuversicht voraus.Nachdem die Natur in Dormagen drei Jahre unter extremer Hitze- und Dürre zu leiden hatte, konnten die Bäume im vergangenen Jahr wieder aufatmen. „Durch die häufigen Regenfälle wurde der Boden nach Jahren wieder tiefgründig durchfeuchtet. Dadurch konnten die Bäume größere Kronen entwickeln und mehr Blätter bilden“, bilanzieren die  TBD in diesen Tagen.

Zudem sei die Anzahl der Fällungen im Jahr 2021 um rund 70 Prozent zurück gegangen. Während im Jahr 2020 noch circa 1600 Bäume aufgrund von Langzeitfolgen der Dürrezeiten entfernt werden mussten, waren es vergangenes Jahr 492. „Selbst Krankheiten wie die Rußrindenkrankheit an Ahornbäumen, die zu einem schnellen Absterben auch älterer Bergahornbäume führt, sind stark zurückgegangen“, sagt Martin Trott, Leiter des städtischen Grünflächenamts. „Es war allerdings höchste Zeit, dass sich die Natur wieder erholen kann. Eine generelle Entwarnung gibt es jedoch noch nicht, denn Baumschädigungen, wie etwa Pilzbefall durch zu viel Trockenheit, treten oft erst Jahre später zu Tage.“

 2021 mussten zahlreiche Bäume an der Grundschule Burg gefällt werden.
2021 mussten zahlreiche Bäume an der Grundschule Burg gefällt werden. Foto: Stadt
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Inzwischen habe die TBD wieder einen Teil der abgestorbenen Bäume ersetzt. Bis zum Ende der Pflanzzeit sollen rund 4200 Bäume in Dormagens Wäldern eine neue Heimat finden. Darüber hinaus werden durch den Baubetriebshof rund 250 Bäume an den Straßenrändern und auf den Grünanlagen neu gepflanzt. Unter anderem sind die drei gefällten Blutbuchen in Hackenbroich ersetzt worden.

Bei den diesjährigen weiteren Pflanzungen setzen die TBD bei der Auswahl der Bäume vermehrt auf die so genannten Zukunftsbäume, die eine stärkere Abwehrmöglichkeit gegen Klimaschäden aufweisen. Dabei wird auf spezielle Züchtungen zurückgegriffen, deren Ursprünge aus Ländern kommen, deren Klima schon seit jeher längere Trockenphasen hervorbringt. Beim Pflanzen der Bäume werden von den TBD oftmals Wasserauffangringe als künstliche Gießringe mit eingesetzt, um ein Bewässern in der Zukunft zu erleichtern. Auch die Bürger von Dormagen können in diesem Jahr wieder als Baumpaten aktiv bei der Bewässerung der städtischen Bäume mithelfen. Interessierte können sich bei den TBD telefonisch unter 02133 257800 melden oder eine E-Mail an info-gruen@stadt-dormagen.de schicken.

(NGZ)