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Dormagen: Stadt will Unicef-Projekt mit Kindern und Jugendlichen planen

Dormagen : Stadt will Unicef-Projekt mit Kindern und Jugendlichen planen

Vor der morgigen Sitzung des Jugendhilfeausschusses, wo die Mitglieder über den Vorschlag der Verwaltung entscheiden sollen, sich um ein Unicef-Siegel als "kinderfreundliche Kommune" zu bewerben, hat Erster Beigeordneter Robert Krumbein das Anliegen der Verwaltung präzisiert.

Dabei betont er die Gemeinsamkeit: "Es geht darum, in den kommenden vier Jahren mit Kindern und Jugendlichen einen Aktionsplan zu entwickeln, wie wir die Bedürfnisse der jungen Generation in Dormagen künftig noch besser berücksichtigen und unsere Stadt für sie, auch unter dem Gesichtspunkt des demografischen Wandels, noch attraktiver machen können." In diesem Zusammenhang sollen die mögliche Wiedereinführung eines Jugendparlamentes und eines kommunalpolitischen Praktikum mit aufgegriffen werden.

Krumbein betont, dass es dabei auch um die Belange von Kindern und Jugendlichen "in allen für sie relevanten Bereichen von Kitas über Schulen und Jugendzentren bis zu Sport- und Freizeitmöglichkeiten". Was den personellen Einsatz betreffe, so stelle der die Umsetzung erster Maßnahmen in dem Aktionszeitraum sicher. Es geht um einen vierjährigen Zeitraum, in dem jährlich 10.000 Euro für die Organisation aufzuwenden sind, ferner sei eine neue volle Stelle im Rathaus notwendig. Für vier Jahre lägen die Gesamtkosten bei etwa 240.000 Euro. Krumbein verweist auch auf den vorgesehenen Erfahrungsaustausch mit anderen Kommunen. "Wenn Dormagen am Ende das Unicef-Gütesiegel erhält, hat dies natürlich auch in der Außendarstellung der Stadt einen nicht unerheblichen Marketingwert. Im Vordergrund stehen jedoch immer die inhaltlichen Aspekte." In einer ersten Reaktion aus der Politik sagt die Fraktionsgemeinschaft von Freier Demokratischer Bund/Ein Herz für Dormagen: "Man sollte das Geld, das dafür vorgesehen ist, lieber direkt in die von Krumbein aufgezählten Punkte stecken, damit wäre den Kindern- und Jugendlichen deutlich mehr geholfen."

(schum)