Dormagen: Stadt soll den Wildwuchs beseitigen

Dormagen : Stadt soll den Wildwuchs beseitigen

Die Technischen Betriebe haben bereits einen Teil der Pflege an der Provinzialstraße von Straßen NRW übernommen. Die kritischen Straßenränder und Verkehrsinseln sollen noch in diesem Jahr weiter aufgewertet werden.

Autofahrer, die trotz angemessener Konzentration auf das Verkehrsgeschehen einen Blick für das Drumherum haben, haben schon seit längerem festgestellt: Um die Sauberkeit an zentralen Stellen ist es in der Stadt nicht allzu gut bestellt. Das betrifft Zu- und Abfahrten der Autobahnen, aber auch Seitenstreifen an Landstraßen - dort wuchert das Grün in die Höhe. Ein Zustand, der jetzt die Mitglieder des Stadtrates beschäftigte. Ohne endlose Diskussion stimmten sie dem Anliegen der Fraktionsgemeinschaft Freier Demokratischer Bund/Ein Herz für Dormagen zu, prüfen zu lassen, wie hoch der Aufwand wäre, die entsprechenden Verkehrsinseln zu pflegen und zu reinigen. Eigentlich keine große Sache, aber das Problem liegt im Detail: Die Zuständigkeiten sind verteilt.

Die Fraktionsgemeinschaft hat sich viel Arbeit gemacht, hat eine Reihe von Fotos von dem Wildwuchs geschossen und sie markiert. Es sind Abschnitte entlang der A 57 in Horrem und in der Nähe des Chemparks, ebenso auf Seitenstreifen der Landstraße 280 (Provinzialstraße), "die in einem besonders ungepflegten Zustand sind", so Fraktionsvorsitzender Markus Roßdeutscher. Die Frage ist, wie teuer eine Pflege der Verkehrsinseln besonders mit Hauptaugenmerk auf das Frühjahr und den Sommer, "maximal aber drei- bis viermal im Jahr", wäre.

Aus Sicht der Verwaltung gibt es zwei Zuständigkeitsbereiche: Einmal der Bereich der A 57, wo die Autobahnniederlassung von Straßen NRW in Krefeld die Verantwortung trägt, und einmal der Bereich der beiden Landstraßen 280 und 380, wo wiederum die Regionalniederlassung Niederrhein zuständig ist. Für den Autobahnbereich erklärt Straßen NRW, dass "Unterhaltungsarbeiten nicht an die anliegende Stadt übertragen werden können". Zur Begründung wird die "nicht zu unterschätzende Gefahr für Arbeiter" und die "genauen Festsetzungen für Pflegestandards an Autobahnen" genannt. Für den Bereich der Landstraßen wurde im Bereich der Heesenstraße bis Haberlandstraße zu Jahresbeginn die Zuständigkeit für die Pflege von den Technischen Betrieben Dormagen übernommen. Nach Angaben der Stadt wurden in diesem Jahr durch eine externe Firma "vier Mähgänge vorgenommen, vier weitere werden noch nötig sein". Ziel sei es zunächst, dass dadurch das Wachstum von Brombeeren und Brennnesseln zurückgedrängt wird. Im Frühjahr seien mehrere Strauchgruppen gepflanzt worden, die den Böschungsbereich aufwerten sollen. Für das späte Frühjahr seien weitere "Aufwertungsmaßnahmen" durch Einsäen einer Blumenwiese geplant. Allein die Mäharbeiten kosten die TBD an der Provinzialstraße pro Jahr etwa 2000 Euro. Eine Erweiterung des Pflegebereichs von der Heesen- bis zur Franz-Gerstner-Straße würde nur fürs Mähen zusätzlich 3500 Euro kosten. Die TBD sagt: "Für die Übernahme weiterer freiwilliger Leistungen fehlen sowohl die finanziellen als auch die personellen Möglichkeiten."

(schum)
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