Schwimmbad in Dormagen: Stadt sieht keinen Parkplatzmangel

Schwimmbad in Dormagen: Stadt sieht keinen Parkplatzmangel

Einige Schwimmer beklagen, dass sie am Wochenende Mühe haben, im Umfeld des neuen Sammys an der Robert-Koch-Straße Stellflächen für ihre Autos zu finden. Die Stadt verweist unter anderem auf das nahegelegene Schulzentrum

Helmut Dick spricht nicht für sich alleine. "Ich bin nicht der einzige", betont der Rentner aus Nievenheim. Vielmehr gebe es eine Reihe von Leuten, die die Anzahl der Parkplätze am neuen Stadthallenbad Sammys für zu gering halten - zumindest an den Wochenenden. Dann kommen viele Eltern mit Kindern, die schwimmen lernen möchten, und auch die meisten Anwohner sind dann zu Hause und brauchen Abstellflächen für ihre Autos", schildert Dick die Situation an der Robert-Koch-Straße aus seiner Sicht. Bei gutem Wetter fahre er deshalb von Nievenheim aus mit dem Elektrofahrrad zum Sammys, berichtet der Über-70-Jährige. Im Winter aber oder bei schlechtem Wetter bevorzuge er den Wagen. Sein Vorschlag: Die Stadt solle doch an einer Seite der Robert-Koch-Straße Parken mit Parkscheibe einführen, zum Beispiel für zwei Stunden. Dann würde sich die Situation für die motorisierten Badnutzer vielleicht entspannen.

Die Stadt freilich sieht dazu derzeit keinen Anlass - trotz entsprechender Anfragen, die auch an Dormagens Bürgermeister Erik Lierenfeld herangetragen worden seien. "Wir haben die Situation von Januar bis jetzt unter die Lupe genommen und konnten kein strukturelles Parkplatzproblem am Bad feststellen", betont Stadtsprecher Swen Möser auf Anfrage unserer Redaktion. Sein Hauptargument ist die Nähe des Bades zum Schulzentrum mit Bettina-von-Arnim-Gymnasium, Berufsbildungszentrum, Sekundar- und Realschule sowie Erich-Kästner-Grundschule. Dort stünden gerade am Wochenende reichlich Parkplätze zur Verfügung. Möser verweist außerdem auf Bushaltestellen, von denen aus das Bad zu Fuß in 3 bis 4 Minuten erreichbar ist. "Das halten wir für zumutbar", sagt Stadtsprecher Möser. Und ergänzt: "In Köln oder Düsseldorf würden wir eine solche Diskussion sicher nicht führen." Allerdings: Möglicherweise entsteht in Zukunft am Bad ein neues Domizil für die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), die auch etwas Parkraum benötigen dürfte. Vielleicht kommt dann Bewegung ins Thema.

(ssc)