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Dormagen: Stadt schützt ihre Denkmäler

Dormagen : Stadt schützt ihre Denkmäler

Heute ist Internationaler Denkmaltag. Was in Dormagen alles dem Denkmalschutz unterliegt, wie viele Denkmäler es gibt und wie sie gefördert werden, erklärt der Denkmalschutzbeauftragte Jürgen Waldeck.

Wer in Dormagen an Baudenkmäler denkt, dem kommt sofort die Zollfeste Zons in den Sinn. Doch Denkmalschutz bedeutet viel mehr als "nur" Bestandsschutz, wie Jürgen Waldeck, Denkmalschutzbeauftragter der Stadt Dormagen, zum Internationalen Denkmaltag heute erläutert. Anzahl Insgesamt gibt es 169 verzeichnete Denkmäler im Stadtgebiet. Die Liste ist auf der Homepage der Stadt Dormagen einsehbar. Sie reicht von der Pfarrkirche St.

Michael Dormagen über einen Grabhügel im Chorbusch bis zu Wohnhäusern. Neu zu den 167 verzeichneten Objekten gehören bald noch zwei Bodendenkmäler aus Gohr. "Von den 169 Denkmälern befinden sich 45 im Besitz der Stadt Dormagen", erklärt Waldeck. Arten Es gibt drei verschiedene Arten der Denkmäler: Baudenkmäler, zu denen Häuser, Kirchen, Scheunen und Wegekreuze zählen, dazu Bodendenkmäler (vom Römerkeller bis zum Kloster Knechtsteden) und als dritter Bereich die "beweglichen Denkmäler", die in Dormagen in zwei Madonnen bestehen, die einst in Stadttoren von Zons standen und die nun im Kreismuseum aufbewahrt werden.

Kosten Wer Besitzer eines denkmalgeschützten Hauses ist, muss sich um den Erhalt kümmern und ist daher auch für die Sanierung des Gebäudes zuständig. "Das gilt natürlich nicht nur für Privatleute, sondern auch für die Denkmäler in städtischem Besitz", erklärt Pressesprecher Harald Schlimgen. Da bei Baumaßnahmen des Eigenbetriebs die speziellen Denkmalschutz-Kosten schwer herauszufiltern seien, gebe es keine konkrete Summe.

Für die Sanierung der Wegekreuze gibt die Stadt jährlich 5000 Euro aus. Genehmigung Bei Baumaßnahmen an Privathäusern steht der Denkmalschutzbeauftragte den Besitzern mit Rat zur Seite: "Da begleiten wir die Besitzer fachtechnisch, auch mit Unterstützung durch Dr. Ludger J. Sutthoff, den Hauptkonservator des Landschaftsverbandes Rheinland." Mit der Genehmigungspflicht soll der Erhalt des Denkmals gewährleistet werden.

Förderung Neben der Möglichkeit, Steuererleichterungen für die Sanierung zu erhalten, können Besitzer eines Denkmals auch mit Zuschüssen für kleinere Sanierungen wie Fenster oder Tür rechnen. "Dafür stehen als Anreiz insgesamt zwei- bis fünftausend Euro zur Verfügung", sagt Jürgen Waldeck. Auch das Land fördere Maßnahmen. Bewahrung "Wir wollen die Denkmäler in ihrer Vielfalt bewahren und die vielen ehrenamtlichen Helfer bei ihrer wichtigen Arbeit unterstützen", erklärt Waldeck.

"Viele Ehrenamtler helfen dabei, die Denkmäler zu pflegen und zu schützen, auch die meisten Besitzer behandeln sie sehr gut."

(NGZ)