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Dormagen: Stadt reagiert auf Überalterung

Dormagen : Stadt reagiert auf Überalterung

Dem Hauptausschuss legte Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann jetzt ein erstes Strategiepapier der neuen Stabsstelle Demografie vor. Die Politik stimmte dem zu. Sie will nun weitere Ergebnisse der Verwaltung abwarten.

Viele Eigenheime, wenig wohnortnahe Versorgung: Stadtteile wie Straberg werden in den nächsten Jahren massiv Einwohner verlieren – das Walddorf bis 2025 rund 200. Das Szenario ist eine Prognose. Doch sicher ist, durch den demografischen Wandel wird sich etwas verändern. Im Bewusstsein von Politik und Verwaltung ist das Thema angekommen. Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann hat eine Stabsstelle eingerichtet, die nun ein erstes Strategiepapier erarbeitet, der demografischen Entwicklung zu begegnen. Der Hauptausschuss befasste sich jetzt mit der Thematik und stimmte dem Vorgehen der Verwaltung zu.

"Der demografische Wandel hat einen ,langen Atem'. Ihm sollte mit einem langfristig angelegten, strategischen Handeln begegnet werden, um zusammenhanglose Einzelmaßnahmen zu vermeiden", heißt es in der vom Bürgermeister unterzeichneten Beratungsvorlage für den Hauptausschuss. Langfristiges Denken und vernetzte Planungen seien gefragt. Das Strategiepapier weist erste Wege auf, wie Politik, Verwaltung, soziale Institutionen, Vereine, Bürger, Wirtschaft und weitere gesellschaftliche Bereiche gemeinsam abgestimmte Handlungsziele erarbeiten und umsetzen könne.

"Das Strategiepapier der Stadt Dormagen geht in die richtige Richtung, bedarf hier und da jedoch sicher noch einer Konkretisierung", macht Wiljo Wimmer deutlich. Der Fraktionsvorsitzende der Union betont, dass aktuell viele im Fluss sei. "Ich gehe davon aus, dass das Strategiepapier in den nächsten Monaten fortgeschrieben wird", erklärt er. Auch sein SPD-Kollege Bernhard Schmitt hält den ersten Aufschlag der Verwaltung für gelungen. "Mit dem zusammenstellen der aktuellen Informationen zur Bevölkerungsentwicklung in Dormagen ist ein Anfang getan", lautet seine Einschätzung. Erst wenn es "an die Substanz geht und zu konkreten Maßnahmen kommt, wird es richtig interessant", erläutert Schmitt. Insgesamt einigte sich der Ausschuss, zunächst erst noch einmal "die Füße still zu halten", beschrieb es der SPD-Fraktionsvorsitzende. So soll die Stabsstelle Demografie weitere Datengrundlagen sammeln. Mit Akteuren der Stadtgesellschaft soll zudem die Weiterentwicklung der strategischen Ziele mit Priorität verfolgt werden.

(NGZ)