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Dormagen: Stadt kann neues Sportzentrum bauen

Dormagen : Stadt kann neues Sportzentrum bauen

Die Bezirksregierung hat die Planungen für ein Sportzentrum am Weißen Stein in Stürzelberg genehmigt. Damit könnten die Tennisspieler der Turngemeinde und die Kicker der Rheinwacht auf einer Anlage Sport treiben.

Geht es nach der Stadt, dann sollen die Tennisspieler der Turngemeinde Stürzelberg und die Kicker der Rheinwacht Stürzelberg in einigen Jahren auf einer gemeinsamen Anlage ihren Sport ausüben. Dafür ist ein neues Sportzentrum an der Straße "Am Weißen Stein", südlich des "Stürzelberg-Centers" geplant. Rechtlich gesehen steht ein solches Vorhaben auf sicheren Füßen, denn die Bezirksregierung hat nach Angaben der Stadt jetzt die Änderung des Flächennutzungsplans genehmigt. "Damit haben wir nun Planungssicherheit und können in Ruhe überlegen, wie dieses Vorhaben umgesetzt werden kann", sagt Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann.

Foto: Jazyk, Hans (jaz)

Die Stadt stand unter Zugzwang. Denn 2008 hatte sie das 5,2 Hektar große Grundstück gekauft und sich per Vertrag verpflichtet, bis spätestens 31. Juli 2013 einen rechtsgültigen Bebauungsplan für ein solches Sportzentrum aufzustellen. Hätte sie das nicht getan, drohte ihr eine Nachzahlung von 156 000 Euro. Im Januar hatte dann der Planungs- und Umweltausschuss den Satzungsbeschluss für das Projekt hergestellt.

Das sah bislang vor, Am Weißen Stein einen Kunstrasenplatz, ein kleineres Sielfeld, eine Turnhalle sowie Jugendräume für die Stürzelberger Kinder und Jugendliche zu bauen. Doch diese Version wird kaum umgesetzt werden. "Die Schützenbruderschaft kümmert sich in ihrem Schützenhaus mit Angeboten um die Kinder", sagt Hoffmann, "ein zweites Spielfeld wird auch nicht notwendig sein." Mit Vertretern beider Vereine soll in Kürze über die tatsächlichen Erfordernisse der Klubs gesprochen werden. Hoffmann: "Wir wollen ein gutes Einvernehmen mit den Vereinen."

Vorgesehen ist, den bisherigen Sportplatz an der Schulstraße auf das Gelände Am Weißen Stein zu verlegen. Der heutige Fußballplatz ist sanierungsbedürftig, das Areal an der Schulstraße könnte künftig mit Wohnhäusern bebaut werden. Das gilt auch für das Areal des Tennisklubs. Die Vermarktungserlöse könnten auch für den Bau des neuen Sportzentrums eingebracht werden, so Hoffmann.

Die Diskussionen um die beiden Sportplätze und die sportliche Zukunft der Vereine wurde durch das Haushaltssicherungskonzept ausgelöst. Die Stadt will die Zahl der städtischen Sportplätze verringern, um Geld zu sparen. Die demografische Entwicklung zeige, so Hoffmann, dass es künftig mehr Ältere gebe, die naturgemäß eher Hallen für ihr Sporttreiben nutzen als Außenanlagen. Zunächst war überlegt worden, die Rheinwacht Stürzelberg und den FC Zons auf der Sportanlage im Heidestadion zusammenzulegen. Dies wurde von den empörten Stürzelbergern strikt abgelehnt. In der Folge entwickelte die Turngemeinde zusammen mit der Rheinwacht ein Sportstättenkonzept, wonach beide Vereine auf dem Gelände des Tennisklubs, der drei der sieben Plätze abgeben wollte, untergebracht werden können. Beide Klubs boten beträchtliche Eigenleistungen an. Doch für diese Lösung müsste die Stadt Privatgrundstücke zukaufen. Eine zu teure Lösung.

Das Sportzentrum Am Weißen Stein wird aus finanziellen Gründen erst mittelfristig umgesetzt werden können. Vielleicht im Rahmen einer Gesamtplanung, weil, so denkt Bürgermeister Hoffmann, dann auch der Bau einer neuen Feuerwache dort miteinbezogen werden könnte.

(NGZ)