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Dormagen: Stadt: Glasverbot zu Altweiber nicht nötig

Dormagen : Stadt: Glasverbot zu Altweiber nicht nötig

Polizei-, Jugend- und Ordnungsamt werden zu Altweiber verstärkt Präsenz zeigen, damit die Bestimmungen des Jugendschutzes eingehalten werden. "Wir werden vor Ort sein, Jugendliche ansprechen und bei Grenzfällen nach dem Ausweis fragen", sagt Klaus Güdelhofer vom städtischen Kinder- und Jugendbüro.

Sollten unter 16-Jährige mit Alkohol oder unter 18-Jährige mit brandweinhaltigen Getränken erwischt werden, würden Güdelhofer und seine Kollegen sie bitten, die Getränke wegzukippen. "Bislang basierte das auf Freiwilligkeit", sagt Güdelhofer. Bei Kindern (unter 14-Jährige) hätten sie aber auch schon Alkohol beschlagnahmt. Außerdem geht die Stadt jetzt im Vorfeld auf Kioske, Tankstellen und andere alkoholverkaufende Stellen zu und erinnert an die entsprechenden Bestimmungen. "Generell haben wir ein besonders wachsames Auge auf Veranstaltungen, bei denen Kinder dabei sind", sagt Güdelhofer. Ein wie in anderen Kommunen geltendes generelles Glasverbot auf dem Paul-Wierich-Platz, auf dem an Altweiber traditionell die Schlüsselübergabe stattfindet, wird es in Dormagen aber weiterhin nicht geben. Dass ein gefährlicher Scherbenteppich aus zerbrochenen Flaschen entstehen könnte, befürchten die Verantwortlichen trotzdem nicht, nicht zuletzt, weil auf die Flaschen Pfand gezahlt werden muss. "Außerdem stellen wir weitere Mülltonnen auf", sagt Güdelhofer. Wenn dann Flaschen zu Bruch gingen und deren Scherben auf dem Boden lägen, seien das nur Einzelfälle. Das Konzept hat sich laut Güdelhofer bewährt.

Deutlich verschärfte Bestimmungen wie vor einigen Jahren seien nicht nötig. Damals hatten Schülergruppen Bierkisten mitgebracht und in kürzester Zeit viel Alkohol getrunken, während der Schlüsselübergabe gegrölt und Flaschen geworfen. "Da hat man im Folgejahr etwas überreagiert und sogar eine Hundestaffel eingesetzt", sagt Güdelhofer. Das aktuelle Konzept, das die Sicherheitspartnerschaft von Ordnungs-, Jugendamt und Polizei beinhaltet, sei ein "sehr guter Mittelweg", sagt Güdelhofer.

(NGZ)