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Dormagen: Stadt flickt Schlaglöcher nach dem Frost

Dormagen : Stadt flickt Schlaglöcher nach dem Frost

Weil die Frostperiode zu Ende geht, haben die Technischen Betriebe endlich die Chance, die Vielzahl von Straßenlöcher ordentlich zu flicken. Ab kommender Woche soll Straße für Straße unter die Lupe genommen werden.

Die leicht steigenden Temperaturen verheißen in den nächsten Tagen, dass der Winter vielleicht doch endlich vorbei ist. Gut für die Mitarbeiter der Technischen Betriebe Dormagen (TBD), weil sie dann endlich die Chance haben, die Vielzahl von Schlaglöchern nachhaltig zu beseitigen. Die Schäden aus der Kombination von Nässe und Frost haben auf den Straßen unübersehbare Schäden hinterließen. Nicht nur Autofahrer machen diese leidvolle Erfahrung, auch Fußgänger und Radfahrer: "Auf den Gehwegen gibt es eine Vielzahl von Schäden", sagt Franz Picker, Leiter des städtischen Bauhofs.

Seit Wochen ist es oft nur Flickwerk, das die städtischen Mitarbeiter betreiben können. "Sobald wir Minusgrade haben und es feucht ist, reißt der Asphalt auf", erklärt Gottfried Koch, Leiter der Technischen Betriebe. Zuletzt konnten die besonders tiefen Löcher nur notdürftig geflickt werden. "Unsere Kolonnen füllen diese Stellen mit Kaltasphalt", sagt Koch. Der jedoch teuer ist und nicht allzu lange hält. Weil die Witterung günstig ist, war gestern ein Fahrzeug unterwegs, der ein so genanntes Thermofass geladen hatte. Voll mit Heißasphalt, "der in kleinen Mengen aufgebracht werden kann", erklärt der TBD-Chef. Auf ihrer Tour war das Team gestern am Ende auch in Nievenheim — bis der letzte Asphalt aus dem Fass aufgebraucht war.

Mitarbeiter der Technischen Betriebe, so genannte Straßenbegleiter, sind täglich unterwegs, um sich in der Stadt und in den Ortsteilen ein Bild vom Zustand der Straßen zu machen. Alle Mängel, auch auf Gehwegen, werden notiert und dann nach Dringlichkeit zeitnah beseitigt. Die Liste ist lang: Hindenburgstraße, Heesenstraße, Dr. Geldmacher-Straße, Weilerstraße, Schulstraße, Stürzelberger Straße. Stark betroffen sind auch Gehwege. Bauhof-Leiter Picker spricht von "einer Vielzahl" von Schäden, die bei Begehung registriert werden. "Wenn Regen unter die Platten läuft und es Frost gibt, dann werden sie hoch gedrückt." Das Ergebnis sind gefährliche Stolperfallen. Wie hoch die Reparaturkosten genau sein werden, ist derzeit noch nicht abschätzbar.

Die Auswirkungen des Winters betreffen auch den Kanalbau. Auf der Hindenburgstraße konnten die Arbeiten mit Verspätung erst am Montag aufgenommen werden. Die Kreiswerke verlegen in bestimmten Abschnitten neue Hauptwasserrohre. Danach folgen die Kanalarbeiten der TBD für den Abwasserbereich.

Ein sehr positive Zwischenbilanz wird auf dem Bauhof gezogen. Die Menge des dort gelagerten Streusalz hat jederzeit ausgereicht, Engpässe gab es nicht — anders als noch vor zwei Jahren. 350 Tonnen wurden in diesem Winter bislang auf die Straßen ausgebracht. Zum Vergleich: Im milden Winter 2011/12 waren es lediglich 50 Tonnen. "Wir haben jetzt noch 250 Tonnen auf dem Bauhof im Bestand", sagt Franz Picker, "über die Einkaufsgemeinschaft von Straßen NRW, an der viele NRW-Kommunen beteiligt sind, orden wir weitere 50 Tonnen nach, um so unser Depot für den kommenden Winter aufgefüllt zu haben". Die Verantwortlichen notierten in diesem Winter 26 Einsätze der Großfahrzeuge. Im vergangenen Winter waren es lediglich acht. Bislang gab es zwölf Einsätze, in denen Mitarbeiter als "Handstreuer" auf den Straßen unterwegs waren. Im Winter 2011/12 war das lediglich ein Mal der Fall.

(NGZ)