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Dormagen: Stadt, evd und VR Bank weisen Kritik zurück

Dormagen : Stadt, evd und VR Bank weisen Kritik zurück

Geschäftsführer Heinz Lieven und Aufsichtsratsvorsitzender Heinz Hilgers hatten kein Blatt vor den Mund genommen: Die DHC-Verantwortlichen beklagten auf der Pressekonferenz zur DHC-Insolvenz mangelnde Unterstützung und fehlendes Interesse – bei Dormagener Unternehmen, bei Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann und Sponsoren, mit denen die Stadt verbunden ist . Jetzt kontern Stadt, evd und VR Bank.

"Bei allem Verständnis für die Enttäuschung der DHC-Geschäftsführung hilft unfaires Nachtreten nicht bei der Lösung der Frage, wie es mit dem Handball in Dormagen weiter geht", sagt Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann. Er wehrt sich gegen den Vorwurf, am vergangenen Freitag ein Gespräch mit Heinz Lieven wegen einer Goldhochzeit abgesagt zu haben. "Weder gab es einen zugesagten Termin noch war mir bekannt, dass eine Insolvenz des DHC für den nachfolgenden Montag zur Debatte stand. Sonst hätte ich selbstverständlich sofort zur Verfügung gestanden." Heinz Lieven habe selber erklärt, dass ein Gespräch an der Insolvenz nichts geändert hätte. Die Stadt sei auch gar nicht in der Lage gewesen, eine Bürgschaft oder Unterstützungen in Höhe der benötigten mehreren hunderttausend Euro zu leisten. Zur Kritik an der evd erklärte Hoffmann: "Die massive Erhöhung des evd-Sponsorings für den Profi-Handball vor zwei Jahren ist stark zu Lasten anderer Vereine und Gruppierungen gegangen."

Die evd teilte mit, dass das für zwei Jahre bis Mitte 2011 vereinbarte Volumen "nach Auffassung der Geschäftsführung nicht dauerhaft gehalten werden konnte". Aus diesem Grund sei eine Reduzierung auf das ursprüngliche Volumen ab 2011/2012 geplant gewesen. Auch die VR Bank wehrt sich: "Von Beginn an haben wir erklärt, dass wir uns nicht dauerhaft im Profihandballgeschäft engagieren wollen und uns nach der Saison wieder verstärkt der Förderung des Breitensports widmen werden. Unser Engagement wäre unabhängig von der Situation des Profi-Handballs zum Ende der Saison planmäßig ausgelaufen." 17 000 Euro seien viel Geld, im Profihandball aber wohl nur ein "Tropfen auf den heißen Stein".

(NGZ)