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Stadt Dormagen sucht freiwillige Helfer für Katastrophengebiete

Shuttle-Buss ins Ahrtal : Stadt Dormagen sucht Helfer für Katastrophengebiete

Am Samstag und Sonntag fahren Shuttle-Busse aus Dormagen in die betroffenen Gebiete. Die Stadt sucht weiterhin nach Freiwilligen. Auch andere helfen. Wie man mitmachen kann.

Viele Ortschaften in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz kämpfen weiterhin schwer mit den Folgen des Unwetters und den daraus folgenden Wassermassen. Insbesondere der Kreis Ahrweiler leidet unter den enormen Schlammmengen und Wassermassen. Die Stadt Dormagen reagiert nun, startet kurzfristig eine Hilfsaktion und sucht Freiwillige, die am Samstag, 24. Juli, und Sonntag, 25. Juli, in Bad Neuenahr-Ahrweiler und Umgebung des Ahrtals den Menschen helfen.

Mitinitiator Martin Voigt (SPD Dormagen) ist seit einer Woche im Ahrtal im Einsatz und appelliert, dass weitere Hilfe vor Ort dringend nötig ist: „Hier sind immer noch viele Keller und Gebäude voller Schlamm. Es gibt immer noch viele, insbesondere ältere Menschen, die Hilfe benötigen“, so Voigt. „Pro Haus werden bis zu 15 Menschen für die Aufräumarbeiten gebraucht. Der Schlamm wird immer härter, dadurch wird es immer schwieriger. Hier gibt es einige Gebiete, in denen bis jetzt kaum etwas passiert ist. Jede Hand wird benötigt, denn nur gemeinsam kann man hier etwas bewirken.“

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Um dies zu ermöglichen, organisierte die Stadt nun Shuttle-Busse, die die Helfer in die Gebiete bringen. Treffpunkt zur Abfahrt ist Samstag und Sonntag um 8 Uhr auf dem Schützenplatz in Dormagen. Die Rückkehr ist für ca. 18 Uhr vorgesehen. Der erste Bus mit 54 Plätzen ist bereits für beide Tage reserviert. „Weitere Busse sind in Planung und werden organisiert“, erklärt Voigt. Die Helfer erwarten überwiegend Aufräumarbeiten (Beseitigung von Schlamm, Schutt, kaputtem Mobiliar usw.). Zudem werden Freiwillige gesucht, die gegebenenfalls bei der Räumung von Zuwegungen oder Hauseingängen helfen. „Die Menschen im Kreis Ahrweiler sind unheimlich dankbar für jede Unterstützung, die sie erhalten“, so der SPD-Politiker. Benötigt werden für den Einsatz Gummistiefel oder anderes festes Schuhwerk, Wechselkleidung, Arbeits- oder Gartenhandschuhe und Proviant.

Auch Bürgermeister Erik Lierenfeld steht hinter dem Projekt. „Wir stehen mit den koordinierenden Organisationen vor Ort im engen Austausch. Die Arbeit ist weitestgehend ungefährlich und sicher. Jede helfende Hand wird dringend benötigt, um den Menschen im Ahrtal wieder Hoffnung zu schenken“, sagt Lierenfeld. „Die Aufräumarbeiten haben gerade erst begonnen. Vielen Betroffenen fehlt es an Kraft. Sie stehen vor den Überresten ihrer Existenz. Darum: Lasst uns gemeinsam anpacken und helfen!“ Bürger, die helfen möchten, können sich ab sofort mit Namen und Rufnummer unter der Mailadresse ehrenamt@stadt-dormagen.de melden. Als Ansprechpartner für Rückfragen steht Martin Voigt unter der Nummer 0163-6055179 zur Verfügung.

Nicht nur die Stadt bemüht sich um Hilfe in den Krisengebieten, auch die Energieversorgung Dormagen schickt Stromnetzmonteure in die Eifel. „Ein regionaler Versorger aus der Eifel hat um Hilfe gebeten, und wir haben nicht lange gezögert und zwei unserer Monteure zur Unterstützung geschickt“, sagt evd-Geschäftsführer Klemens Diekmann. Ebenfalls im Einsatz sind die Kräfte der DLRG Dormagen. Die Ortsgruppe hilft derzeit mit weiteren DLRG-Einheiten in Erftstadt.