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Dormagen: Stadt bereit für Ringer-Turnier

Dormagen : Stadt bereit für Ringer-Turnier

Über 200 Sportlerinnen plus Trainer und Betreuer werden in den kommenden Tagen zum "Grand Prix der Ringerinnen" erwartet. Ein riesiger logistischer Aufwand, der von wenigen Ehrenamtlern betrieben wird.

In Anneliese Lauers TSV-Sportlertreff dampfen in den kommenden Tagen die Töpfe im Akkord. 1160 Essen bereitet die Chefin des Clubrestaurants vor. Das Essen ist bestimmt für die 200 Sportlerinnen, die mit ihren Trainern und Betreuern für den "Grand Prix der Ringerinnen" nach Dormagen kommen. Ab Freitag werden die Kämpfe im TSV-Sportcenter ausgetragen. Gestresst ist Anneliese Lauer deshalb noch lange nicht. "Wir machen das jetzt schon jahrelang", sagt sie gelassen. Ihr Team habe sich daran gewöhnt.

"Es gibt Gulasch, Pute, Braten"

Ab Donnerstag wird im Clubrestaurant geschnibbelt, gebraten und gekocht. "Es gibt Gulasch, Pute, Braten und dazu viele Salate", kündigt Anneliese Lauer an. Als Höhepunkt soll auch der Grill angeworfen werden.

Tief in die Organisation verstrickt ist Bärbel Suling vom AC Ückerath. "Heute kommen die ersten Ringerinnen aus Kanada und Argentinien an", sagt sie. Etwa zehn Sportlerinnen sollen die Vorhut bilden. Angemeldet haben sich inzwischen 210 Ringerinnen. Für den Transfer sorgt das Dormagener Unternehmen Hillmann Reisen. Zwei Busse fahren die Grand-Prix-Teilnehmerinnen vom Flughafen zum Hotel und vom Hotel zum TSV-Sportcenter. Auch Kleinbusse werden für kürzere Strecken zum Einsatz kommen. Die meisten Ringerinnen kommen in Düsseldorf an, einige auch aus Köln oder Weeze. "Abholen können wir aber nur die Sportlerinnen in Düsseldorf, die anderen haben die Verbindungsdaten", so Suling. Der Großteil der Organisationsarbeit ist inzwischen erledigt. "Jetzt fangen die Kleinigkeiten und Details an", erklärt Bärbel Suling, deren Tag gestern von Telefongesprächen beherrscht wurde.

Untergebracht ist das Gros der Ringerinnen im Commundo-Hotel in Neuss, dem ehemaligen Telekom-Tagungshotel. Insgesamt 194 werden dort übernachten. Doch auch auch in den Häusern Ragusa und Höttche in Dormagen und im Marienhof in Neuss kommen Sportlerinnen unter. Dort führt Alice Siebert Regie. "Bei uns werden 30 Sportlerinnen übernachten", erklärt sie. In den Vorjahren hatten üblicherweise die Französinnen im Marienhof übernachtet, dieses Jahr das polnische Team. Außerdem kommt ein Kampfrichter an der Kölner Straße unter. Alice Siebert kennt sich aus mit den Gepflogenheiten – auch aus Dormagener Sicht. "Ich war früher Pächtern des Kölner Hofs", erzählt sie.

(NGZ)