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Dormagen: Stadt beklagt Gefahren durch zugeklebte Schilder

Dormagen : Stadt beklagt Gefahren durch zugeklebte Schilder

Eine neue Variante des Vandalismus bereitet dem Ordnungsamt zunehmend Sorgen: Immer mehr Verkehrsschilder im Stadtgebiet sind mit Aufklebern bis zur Unkenntlichkeit verunstaltet.

"Das ist längst kein Spaß mehr", mahnt Ordnungsamtsleiter Holger Burdag. Wenn Geschwindigkeitsbegrenzungen nicht mehr lesbar oder Vorfahrtsregelungen kaum noch wahrnehmbar sind, können daraus rasch gefährliche Situationen entstehen.

Ein aktueller Fall: Vor der Bahnunterführung an der Zonser Straße haben unbekannte Täter das Höhenbegrenzungsschild derart verunziert, dass Lkw-Fahrer diese Information nur noch schwerlich entziffern können. "Den Verursachern muss deutlich sein, dass sie sich bei einem gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr schon an der Grenze zu einer Straftat befinden", erläutert Burdag. Aber auch der Vandalismus kann für die Täter bereits Bußgelder von bis zu 1000 Euro zur Folge haben.

Für die Technischen Betriebe Dormagen, die zuständig für die Straßenunterhaltung sind, hat sich die auch in anderen Städten beklagte Klebewut bei Verkehrszeichen aller Art inzwischen zum teuren Kostentreiber entwickelt. "In vielen Fällen lohnt es sich gar nicht mehr, ein Schild reinigen zu lassen", sagt der Leiter des Baubetriebshofs, Franz Picker. "Dann müssen wir für 40 oder 50 Euro ein neues Verkehrszeichen kaufen, hinzu kommen die Lohn- und Fahrtkosten." Ordnungsamt und Technische Betriebe bitten deshalb die Bürger, beklebte Verkehrszeichen zu melden und einen Hinweis zu geben, wenn sie Täter beobachten.

Info an Frank Schüller Tel. 02133 257-828.

(NGZ)