Dormagen: Stadt baut ein neues Familienbüro auf

Dormagen : Stadt baut ein neues Familienbüro auf

Im Rathaus-Anbau werden städtische Dienste rund um Eltern, Jugendliche und Kinder zusammengezogen.

Die bunten Silhouetten fröhlich spielender Kinder sind bereits ein Blickfang auf den Eingangs-Schiebetüren des Rathaus-Anbaus an der Castell-/Römerstraße. Dort, wo noch bis Ende 2017 die Energieversorgung Dormagen (evd) beheimatet war, soll nun ein Familienbüro mit städtischen Diensten rund um Eltern, Jugendliche und Kinder aufgebaut werden. Eröffnet werden soll es offiziell zwar erst nach den Sommerferien, die einzelnen Bereiche wie das Kinder- und Jugendbüro oder die Jugendberufshilfe arbeiten bereits jetzt von dort. "Wir fühlen uns hier sehr wohl", sagt Martina Hermann-Biert, Leiterin des Fachbereichs "Kinder, Jugend, Familien, Schule und Soziales" der Stadt Dormagen, über die räumliche Zusammenlegung der Bereiche.

"Mit dem Familienbüro schaffen wir eine zentrale Anlaufstelle für Familien in Dormagen", erklärt Bürgermeister Erik Lierenfeld die Umgestaltung: "Wir wollen gezielt, möglichst umfassend und aus einer Hand darüber informieren, was Dormagen für Eltern und Kinder zu bieten hat - von Krabbelgruppen und Babytreffs über Kitas bis zur medizinischen Versorgung."

Damit erhält das Rathausgebäude einen zweiten wichtigen Anlaufpunkt neben dem Haupteingang, wo das Bürgeramt angesteuert werden kann. So erhalten zwei publikumsintensive Bereiche zwei getrennte Eingänge. Noch fehlen einige Möbel, so soll der Eingangsbereich noch besucherfreundlicher gestaltet werden, wird der Wickelraum vervollständigt, den bald auch Eltern ansteuern können, die keinen Termin im Rathaus haben.

Denn das neue Familienbüro ist mehr als eine Zusammenlegung, es soll auch inhaltlich einen neuen Schub erhalten, wie Hermann-Biert erläutert. "Das Familienbüro ist eine Weiterentwicklung unseres sowieso schon gut laufenden Präventionskonzeptes ,Dormagener Modell' für Familien", betont die Fachbereichsleiterin. Bürgernah, familienfreundlich und barrierefrei sind die Eigenschaften, die auch diesen neuen Teil des Rathauses für Besucher attraktiv machen sollen, wie Martina Hermann-Biert ausführt. "Wir möchten, dass die Bürger zu uns kommen, wenn sie sich informieren, beraten lassen oder auch sich beschweren wollen", umreißt sie die Aufgaben, auch als Lotsen.

Zudem soll das neue Familienbüro für Beratungsangebote anderer Fachkräfte offen sein, verweist sie auf die Elterngeldstelle, den Schulpsychologischen Dienst, das Kommunale Integrationszentrum oder das Inklusionsbüro des Rhein-Kreises Neuss, die Frauenberatungsstelle "Frauen beraten/donum vitae", Familienhebammen, das Alleinerziehenden-Projekt "Wir2" oder die Sprung(s)chance: "Diese Dienste wollen unsere Räume nutzen", sagt Hermann-Biert. "Das ist eine große Hilfe für viele Familien, die ansonsten bis nach Neuss fahren müssten, um diese Angebote in Anspruch zu nehmen", ergänzt Julia Stöcker, Leiterin des Kinder- und Jugendbüros der Stadt. "Wir vermitteln bei Bedarf natürlich auch an andere Stellen, so dass wir ein Anlaufpunkt für viele soziale Bereiche sind", ergänzt Uwe Sandvoss von der Jugend- und Sozialplanung.

(NGZ)