St. Michael Dormagen: Bruder aus Israel feiert seine Primiz in Dormagen

St. Michael Dormagen : Bruder Josef feiert Primiz in St. Michael

In seiner „echten Heimatgemeinde“ in Dormagen feiert der Düsseldorfer Pater Josef San Torcuato aus Israel am 30. Juni seine erste Messe als Priester – mit Begegnungs-Feier. Die Weihe erfolgt zwei Tage zuvor im Kölner Dom.

Das Fest der Begegnung ist vorbereitet, und die Gemeinde St. Michael Dormagen-Süd freut sich sehr darauf, am Sonntag, 30. Juni, um 11 Uhr mit Bruder Josef (47) gemeinsam dessen erste Heilige Messe als Priester, seine Primiz, zu feiern. Denn der Benediktinermönch aus Düsseldorf, der seit 21 Jahren in Israel lebt, hat St. Michael als seine „echte Heimatpfarre“ gewählt – eine gegenseitige Herzensangelegenheit. „Wir können es kaum erwarten, hier die erste Primiz seit Jahren zu feiern“, sagte Pfarrer Peter Stelten schon im Frühjahr, als Bruder Josef seinen dreimonatigen Diakonsdienst in Dormagen absolvierte.

Diese Zeit, auch das Praktikum vor drei Jahren an St. Michael, bei dem er das Gemeindeleben kennenlernte, hat den Benediktinermönch aus der Abtei Dormitio in Jerusalem eng mit der Gemeinde verbunden „Ich war sofort wieder ,Zuhause’ und hatte das Gefühl, ich wäre gar nicht weggewesen“, sagte Bruder Josef beim Neujahrsempfang der Pfarre St. Michael Anfang dieses Jahres. „Mein Kontakt zur Düsseldorfer Gemeinde ist nicht sehr groß, daher freue ich mich, jetzt in meiner ,Heimatgemeinde des Herzens’ meine Primiz feiern zu können“, sagt Bruder Josef: „Das fühlt sich hier alles richtig an. Die Gemeindearbeit hat mir viel Freude bereitet, mit allen Anforderungen, ob Taufen oder Beerdigungen, auch die Trauergespräche haben mir selbst viel gegeben.“ Dieser Zuspruch für die Gemeinde freut nicht nur das Festkomitee von St. Michael. „Das ist schön, dass er das so sieht. Wir freuen uns, das Fest der Begegnung ausrichten zu können“, kommentiert Maria Kuster, Vorsitzende des Pfarrgemeinderates. Denn nach dem Primiz-Hochamt am Sonntag, 30. Juni, um 11 Uhr in St. Michael ist die Gelegenheit zur Begegnung bei Imbiss und Getränken. Um 16.30 Uhr beginnt die Dankvesper mit Einzel-Primizsegen.

Zwei Tage zuvor wird Bruder Josef San Torcuato mit sechs anderen Männern im Hohen Dom zu Köln vom Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki zum Priester geweiht. Beginn ist um 16 Uhr am Freitag, 28. Juni, im Dom. Qua Amt ist Woelki auch Präsident des Deutschen Vereins vom Heiligen Lande, der die Dormitio-Abtei in Jerusalem und Tabgha am See Genezareth trägt.

„Zum Priester geweiht zu werden, ist ein weiterer Schritt für mich“, sagt Bruder Josef, den sein Abt Bernhard für diesen Schritt begeisterte. Schon die Diakonenweihe im September 2018 in Tabgha sei ein „sehr emotionales Erlebnis“ gewesen, so Bruder Josef, der sehr dankbar ist, dass seine Mutter nun in Köln bei seiner Priesterweihe mit dabei sein kann.

Während sich Bruder Josef ab Freitag mit den anderen Kölner Priester-Kandidaten auf Weihe-Exerzitien befindet, kann sich die Gemeinde bei einer kleinen Predigtreihe auf die Feier der Priesterweihe ihres israelischen Herzens-Gemeindemitglieds vorbereiten. So wird Pfarrer Regamy Thillainathan aus Köln am 25. Juni um 19 Uhr eine Vesper mit Predigt in St. Maria vom Frieden halten, am 26. Juni ist Diakon Thomas Löv aus Duisburg der Prediger ab 18 Uhr bei einer Eucharistische Andacht mit Predigt in St. Michael, und am 27. Juni hält Pater Philipp Meyer aus Maria Laach die Predigt bei der 18.45-Uhr-Messe in Zur Heiligen Familie in Horrem.

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