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Dormagen: Sportlerwahl: Spill, Roggel und Gert siegen

Dormagen : Sportlerwahl: Spill, Roggel und Gert siegen

Mit einem abwechselungsreichen Unterhaltungsprogramm und kurzweiligen Interviews ehrte die Stadt ihre besten Sportler. Die Sportler und die Mannschaft des Jahres kommen aus der Leichtathletik, dem Fechten und Handball.

Die besten Sportler der Stadt waren längst geehrt, die Tänzer der Tanzsportgemeinschaft Quirinus Neuss hatten als letzter Programmpunkt gerade die Fläche verlassen, da schob Moderator Marc Pesch noch den heimlichen Höhepunkt hinterher: den Sieg der TSV-Handballer im Drittliga-Spitzenspiel in Ferndorf. Der Aufstiegssekt liegt bereits gekühlt im Rathaus, verriet Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann. Es war das i-Tüpfelchen unter eine rundum gelungene Sportlerehrung, der dennoch drei Zutaten (noch) fehlten: mehr Besucher, mehr anwesende Sportler und eben die Spitzen-Handballer des TSV. Denn die waren zuvor in Abwesenheit zur Mannschaft des Jahres gewählt worden.

 Gruppenbild mit Siegern, v. l.: Bernd Lewerenz (Sportservice), Detlev Zenk (Sportausschuss), Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann, Anja Roggel, Tanja Spill, Eduard Gert und Claus Radke (Sportverband).
Gruppenbild mit Siegern, v. l.: Bernd Lewerenz (Sportservice), Detlev Zenk (Sportausschuss), Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann, Anja Roggel, Tanja Spill, Eduard Gert und Claus Radke (Sportverband). Foto: georg Salzburg

Nach Kritik an den Veranstaltungen der Vorjahre haben die Verantwortlichen um den Sportverband-Vorsitzenden Claus Radke und Bernd Lewerenz, Chef des städtischen Sportservice, reagiert: Mit (TSV-Hallensprecher) Marc Pesch wurde ein professioneller Moderator verpflichtet und das Showprogramm überarbeitet. Unter dem Strich gingen die zu wenigen Besucher bestens unterhalten nach Hause. "Schade, diese Veranstaltung hätte mehr Zuschauer verdient gehabt", sagte Manfred Bördgen, Ehrenvorsitzender des Sportverbands. "Aber wahrscheinlich lag es an den zu vielen parallelen Veranstaltungen." Der guten Stimmung im TSV-Sportcenter tat dies keinen großen Abbruch, auch wenn nur sechs von 16 Sportlerinnen sowie neun von 29 Sportlern überhaupt da waren — das war peinlich! 25 Goldmedaillen gab es für Dormagen im vorigen Jahr bei Deutschen Meisterschaften, sechs Medaillen bei Europameisterschaften und sieben bei Weltmeisterschaften. "Wie in jedem Jahr sind Sportler aus unserer Stadt eine sichere Bank, wenn es darum geht, auf dem Siegertreppchen zu landen", freute sich Hoffmann. "Diese Erfolge sind Ansporn, unseren Ruf als Sportstadt zu verteidigen."

 Legten einen schwungvollen Auftritt hin: die Tanzgarde der Karnevalsgesellschaft Rot-Weiß Stürzelberg.
Legten einen schwungvollen Auftritt hin: die Tanzgarde der Karnevalsgesellschaft Rot-Weiß Stürzelberg. Foto: Stadt
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Im Mittelpunkt standen die Top-Sportler: Die Jury wählte mit Tanja Spill und Anja Roggel zwei junge Frauen des TSV Bayer, die mit der Crosslaufmannschaft sowie in der 3x800-Meter-Staffel Deutsche U 20-Meister wurden. "Klasse, damit habe ich angesichts der vielen anderen Top-Sportler nicht gerechnet", sagte die 18 Jahre alte Spill strahlend. Als männliches Pendant wurde Eduard Gert, der Säbelfechter des TSV, zum Sportler des Jahres gewählt. Er gewann bei der Jugend-WM die Bronzemedaille. Dazu standen weitere Spitzensportler bei der Ehrung im Fokus — interessante dazu wie die 15 Jahre alte Deutsche Schülermeisterin im Minigolf, Rebecca Hoch, die aus einer Bahnengolf-verrückten Familie stammt und nach eigenem Bekunden seit dem dritten Lebensjahr spielt. Anerkennenden Beifall gab es für den fast 77 Jahre alten Dieter Wolf, Weltmeister unter anderem im Stoßen von bis zu 40 Kilogramm schweren Steinen. Der "Obelix von Dormagen", so Moderator Pesch, erzählte launig von der schwierigen Suche nach exakt passenden Steinen in Dormagen und Umgebung. Den gelungenen Interview-Reigen rundeten Auftritte der Kindergruppe der Judokas des VdS Nievenheim, beeindruckende Sportakrobaten aus Düsseldorf und von Nos Ipsi, die Tanzgarde der KG Rot-Weiß Stürzelberg sowie Bundesliga-Tänzer der TSG Quirinus Neuss ab; letztere waren bereits drei Stunden früher in der Halle, um sich für ihren schwungvollen Auftritt zu stylen.

(NGZ)