Dormagen: Sportinternat verdoppelt Plätze

Dormagen: Sportinternat verdoppelt Plätze

Am Sportinternat des Norbert-Gymnasiums in Knechtsteden ist Mittwoch ein Erweiterungsbau eröffnet worden. Die Kapazität für junge Leistungssportler wird um 18 Wohneinheiten auf jetzt 37 erhöht.

Mit einer stimmungsvollen Feier ist gestern der Erweiterungsbau des Sportinternat am Norbert-Gymnasium eingeweiht worden. Das 2008 eröffnete Sportinternat ist jetzt um 18 weitere Wohneinheit vergrößert worden und umfasst jetzt 37 Plätze.

Die Kosten für den Erweiterungsbau belaufen sich auf 1,68 Millionen Euro. Der Zuschuss des Landes beträgt 854 000 Euro, der Anteil des Rhein-Kreises Neuss 826 000 Euro. Ein Drittel der neuen Wohneinheiten ist bereits für Nachwuchssportler vergeben.

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, der früher selbst das Norbert-Gymnasium besuchte, sprach von einer "ungewöhnlichen Symbiose" zwischen Gymnasium und Sportinternat. Das Gymnasium wird seit 50 Jahren vom Norbert-Verein als Trägerverein gestützt, der gestern Geburtstag feierte. Petrauschke räumte "Rückschläge" ein, die es durch das Aus des Bundesliga-Handballs gegeben habe. "Es wird eine große Herausforderung, das Sportinternat mit Leben zu füllen."

Das sieht auch Wilhelm Meller, Vorstandsvorsitzender des Trägervereins, so. Mit dem Sportinternat habe man ein "besonderes Zeichen für den Spitzensport gesetzt". Das Aus des DHC Rheinland sei ein herber Schlag, "stellt aber weder die Einrichtung noch die Erweiterung in Frage".

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Und: "Handball wird eine besondere Sportart in Dormagen bleiben", sagte Petrauschke. Sein Allgemeiner Vertreter, Jürgen Steinmetz, sprach von einer "Kooperation" und von "Gesprächen zwischen den führenden Handball-Vereinen im Rhein-Kreis". Zu den "Ergebnissen", die es gebe, verriet Steinmetz nichts.

Der neue Baukörper ist ein dreigeschossiger Winkkelbau. Zwischen den zwei zueinander rechtwinklig stehenden Riegeln wurde das Treppenhaus als Verbindung platziert. Neben den Wohnräumen wurden noch eine Waschküche sowie ein Technik- und ein Kraftraum eingerichtet. Auf dem Dach gibt es eine Solarthermieranlage sowie einen außen montierten Sonnenschutz.

Ein Thema in Knechtsteden ist, das bestätigten Landrat, Schule und Trägerverein, die geplante Kunststofflaufbahn in Straberg. Direktor Johannes Gillrath gab unumwunden zu, dass eine solche Anlage (auch angesichts von 1200 Schülern) besser im Bereich des Gymnasiums und des Sportinternats aufgehoben wäre. "Das haben wir auch beantragt", so Gillrath. Meller weiß um die besonderen Befindlichkeiten vor Ort und um "gegebene Zusagen", aber er setzt auf "Gespräche und Einsicht. Wir wollen niemanden überrumpeln".

(NGZ/rl)
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