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Dormagen: Sportausschuss spricht erneut über Nutzungsentgelt

Dormagen : Sportausschuss spricht erneut über Nutzungsentgelt

Der Antrag der Zentrumsfraktion, die Sportstättennutzungsentgelte für Vereine wieder zu streichen, wurde vom Stadtrat einstimmig an den Sportausschuss verwiesen, der am 30. Oktober das nächste Mal tagt.

Bürgermeister Erik Lierenfeld hatte auf die zurzeit laufenden Gespräche mit den Sportvereinen verwiesen, in denen "Möglichkeiten ausgelotet werden". Kämmerer Kai Uffelmann ergänzte: "Wir sind bei Gespräch 21 angelangt." In einem "ergebnisoffenen Dialog" solle gemeinsam überlegt werden, "wie die sportlichen Angebote in Dormagen und der Unterhalt sowie die erforderlichen Sanierungen zahlreicher Sportstätten zukünftig am besten finanziert werden können", beschreibt Uffelmann in der Vorlage. Eine einvernehmliche Lösung sei das Ziel: "Spätestens zur Verabschiedung des neuen städtischen Haushalts im Dezember sollte Klarheit bestehen", fordert er.

Die Entgelte, die im Dezember 2013 beschlossen und zum 1. Juli 2014 formal eingeführt wurden, sind umstritten. Noch wurden sie nicht eingezogen, das soll rückwirkend geschehen (die NGZ berichtete). CDU-Fraktionsvorsitzender André Heryschek sah in der fachlichen Beratung im Sportausschuss und der Haushaltsberatung in Hauptausschuss und Rat "den richtigen Weg, Entscheidungen zu fällen".

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Vor der Wahl hatten sich vor allem die SPD und das Zentrum für eine Rücknahme der Sportstättennutzungsentgelte eingesetzt. Im Rat erläuterte Zentrums-Fraktionsvorsitzender Hans-Joachim Woitzik den "enormen politischen Flurschaden", den er ausgemacht hat: "Die Vereine engagieren sich sowieso ehrenamtlich, jetzt kommt diese Belastung hinzu", kritisierte er. "Die Vereine sind am Ende ihrer finanziellen Möglichkeiten", forderte er eine Abkehr von den Entgelten.

Das unterstützte Detlev Zenk, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD: "Der Sport hat klar erklärt, zum Sparen der Stadt mit beizutragen, aber eben nicht durch ein solches Entgelt, das so sehr zu Lasten der Vereine geht", sagte Zenk, der auch Sportausschussvorsitzender ist. Gut sei, dass die Vereine jetzt eingebunden würden.

(NGZ)