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Dormagen: Sportausschuss beschließt Nutzungsgebühren

Dormagen : Sportausschuss beschließt Nutzungsgebühren

In einer Marathonsitzung hat der Sportausschuss gestern Abend eine Reihe von einschneidenden Beschlüssen für die Dormagener Sportler herbei geführt. Der wichtigste: Zum 1. Januar 2014 werden Nutzungsgebühren für die städtischen Sportanlagen erhoben.

Maximal fünf Euro sind dann pro Nutzungsstunde zu berappen. Es geht um Mehreinnahmen von rund 190 000 Euro im Jahr.

Dieses Vorgehen wurde nach einem schier endlosen Hin und Herr sowie einer Sitzungsunterbrechung von der Jamaika-Koalition aus CDU, FDP und Grünen getragen. Sie schränkte ihren Beschluss dahingehend ein, dass eine Einführung auch erst ein Jahr später möglich ist, sollte es der Verwaltung nicht gelingen, dafür unter den Vereinen eine Mehrheit zu gewinnen. SPD und Zentrum votierten dagegen. SPD-Ausschussvorsitzender Detlev Zenk hatte seinerseits eine Einführung des Nutzungsentgeltes zum 1. Januar 2015 vorgeschlagen und wollte die Verwaltung beauftragen, in Gesprächen mit den Vereinen eine vorzeitige Erhöhung zu erreichen. Kämmerer Kai Uffelmann hatte signalisiert, dies sei auch möglich. Eine spätere Einführung dieses Entgeltes hätte zu einer Mindereinnahme geführt. Der Sparkurs im Rahmen des Haushaltssicherungskonzeptes soll die Stadt aber schon zu Jahresbeginn einschlagen, wie Uffelmann ebenfalls sagte.

Ferner beschloss der Sportausschuss die Streichung der Vereinszuschüsse ab 2013. Die Förderung des Jugendsports soll aber finanziell die gleiche bleiben. Es geht um 32 000 Euro. Zum einen wird sie an zentraler Stelle mit anderen Jugendzuschüssen zusammengeführt, zum anderen soll die Nutzungsgebühr erwachsene Nutzer und nicht Kinder und Jugendliche treffen.

Eine lange Diskussion gab es auch beim Thema Veränderungen in der Sportinfrastruktur. Immer wieder war, wie später auch, unklar, wie die genaue Beschlusslage nun aussieht. Die Verwaltung trug mitunter nicht ausreichend zur Aufklärung der Ausschussmitglieder bei. Letztlich wurden die vom Kämmerer vorgeschlagenen Änderungen in der Infrastruktur (also Zusammenlegung/Schließung von Sportanlagen, Reduzierung von Spielfeldern) nur "zur Kenntnis" genommen. Heißt: Es ist "irgendwie" beschlossen, um gegenüber der Kommunalaufsicht dem Spardiktat Rechnung zu tragen. Aber Vereine können Veränderungen einbringen, wenn diese kostenneutral sind.

(NGZ)