"Spielstübchen" in Dormagen: „Shopping-Betreuung“ für Kinder

„Spielstübchen“ in Dormagen : „Shopping-Betreuung“ für Kinder

Aus dem Popup-Store in der Rathaus-Galerie heraus hat Pamela Jäger-Morgenstern mit dem „Spielstübchen“ den Sprung in die Selbständigkeit gewagt.

In Ruhe auf dem Rathausplatz eine Kaffee genießen oder durch Geschäfte schlendern, ohne ständig ein Auge auf den Nachwuchs haben zu müssen – viele Eltern wünschen sich ein solches Zeitfenster, aber wohin mit den Kleinen, wenn Großeltern oder Freunde nicht zur Verfügung stehen? Eine neue Möglichkeit gibt es seit zwei Wochen mit dem „Spielstübchen“, das Pamela Jäger-Morgenstern an der Nettergasse 3 eröffnet hat. Die gelernte Erzieherin bietet in einem ehemaligen Ladenlokal eine „Shopping-Betreuung“ an. Und mehr als das: „Wir möchten eine flexible Kinderbetreuung in der Innenstadt anbieten“, sagt die 37-Jährige.

Konkret bedeutet das, dass es zum einen darum geht, dass Mütter in Ruhe zum Frisör gehen können oder mit der Freundin frühstücken. Zum anderen bedeutet das „Spielstübchen“ auch, dass Mütter mit ihren Kleinsten zur Krabbel- bzw. Spielgruppe kommen können. Die Betreuung findet in der Anfangsphase immer donnerstags statt, in der Zeit von 9.30 bis 12.30 Uhr. Abgerechnet wird anhand von „Betreuungskarten“. Zehn Stück kosten 199 Euro, „das ist preiswerter als ein Babysitter“, sagt Jäger-Morgenstern. Darüber hinaus werden an der Nettergasse auch Kurse angeboten: Babymassage, Kreativ-Kurse, musikalische Früherziehung oder Spielgruppen. Zum Team gehören fünf Mitarbeiterinnen, darunter eine Erzieherin, Kinderkrankenschwester und Yogalehrerin.

Jäger-Morgenstern ist seit 15 Jahren Erzieherin, arbeitete zuletzt in Dormagen in der Einrichtung „Abenteuerland“. Die Idee für das „Spielstübchen“ entstand zu Hause. In Straberg hat die Familie eine Hofanlage erworben, „eine Scheune war zu einem großen Zimmer umgebaut, aber ungenutzt“, erzählt sie. „Daraus habe ich dann ein Spielzimmer gemacht und nach und nach kamen Freundinnen zu einer privaten Krabbelgruppe.“ Daraus wurde bald mehr, weil der Bedarf nach Betreuung groß ist. Das spürte die Strabergerin auch, als sie in der Rathaus-Galerie eine Zeit lang in dem „Popup-Store“ war und die Handmade-Produkte gut liefen und dort ein Netzwerk entstand. Als sie an der Nettergasse den passenden Laden entdeckte, wagte sie den Schritt in die Selbständigkeit.

(schum)
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