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Dormagen: SPD will mit "Zukunftsplan 2020" punkten

Dormagen : SPD will mit "Zukunftsplan 2020" punkten

Einstimmig beschlossen die Dormagener Sozialdemokraten gestern ihr Wahlprogramm. Mit der Vorstellung der Ziele und der Kandidaten für die Kommunalwahlen am 25. Mai startete die SPD in den neunwöchigen Wahlkampf.

Mit einem knapp zweieinhalbstündigen Bürgerfest feierte die SPD Dormagen gestern ihren Wahlkampf-Auftakt, zuvor hatten die Mitglieder das Programm "Zukunftsplan 2020" — nach einer vierstündigen Diskussion bei der vorbereitenden Mitgliederversammlung — einstimmig beschlossen. Vor rund 200 Zuschauern im Bürgerhaus Horrem standen neben dem Wahlprogramm auch die Kandidaten für den Kreistag und den Stadtrat sowie Bürgermeister-Kandidat Erik Lierenfeld im Mittelpunkt.

 SPD: Das Gewerbegebiet Silbersee konkret angehen.
SPD: Das Gewerbegebiet Silbersee konkret angehen. Foto: Jaz

"Jetzt / Gemeinsam / Besser" — so lautet der Slogan der Sozialdemokraten für den "Zukunftsplan 2020", mit dem sie Dormagen voranbringen wollen. "Dormagen ist gut, kann aber noch besser werden", erläutert Erik Lierenfeld, der auch Stadtverbandsvorsitzender der SPD Dormagen ist. Mit dem Bürgerfest zeigt er sich sehr zufrieden: "Das ist eine Initialzündung für die letzten Wochen vor der Wahl." Auf das Ergebnis des "Zukunftsplans 2020" sei er stolz, erklärt der Partei-Vorsitzende: "Mit vielen Mitstreitern aus der Partei und darüber hinaus haben wir daran gearbeitet." Nach einer kurzen Layout-Phase wird das Programm bald den Wählern zur Verfügung stehen, betont Lierenfeld: "Uns ist wichtig, dass die Menschen frühestmöglich wissen, was sie erwartet, wenn sie die SPD wählen."

 Die SPD präsentierte im Bürgerhaus Horrem ihr Wahlprogramm und ihre Kandidaten für die Kommunalwahlen (v.l.): Ehrenbürger Heinz Hilgers, SPD-Bürgermeister-Kandidat Erik Lierenfeld und Fraktionschef Bernhard Schmitt.
Die SPD präsentierte im Bürgerhaus Horrem ihr Wahlprogramm und ihre Kandidaten für die Kommunalwahlen (v.l.): Ehrenbürger Heinz Hilgers, SPD-Bürgermeister-Kandidat Erik Lierenfeld und Fraktionschef Bernhard Schmitt. Foto: Linda Hammer
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Das erfuhren die Besucher, unter ihnen FDP-Bürgermeister-Kandidat Karlheinz Meyer, auch durch die Vorstellung der vier Kernthemen: Bei "Mehr Miteinander — Mehr Möglichkeiten" geht es um bessere Beteiligungsmöglichkeiten, einen verstärkten Dialog mit Vereinen, um auch deren Expertenwissen miteinzubinden, und eine offene Informationspolitik, mit der "Betroffene zu Beteiligten" gemacht werden. Unter "Beste Bildung — Bessere Chancen" fordert die SPD eine Qualitätssteigerung für die Offene Ganztagsschule, genügend Kita-Plätze im nahen Wohnumfeld nach Elternwunsch und ein Ausbildungsplatzangebot für jeden Jugendlichen, das mit Bildungspartnerschaften unterstützt werden soll. "Die Gesamtschule ist ein Erfolgsmodell", betont Birgit Burdag, schulpolitische Sprecherin der SPD.

"Starke Wirtschaft — Sichere Zukunft" gebe es durch ein abgestimmtes Marketingkonzept, einen auf Klimaschutz ausgerichteten Umgang mit Flächen und Ressourcen und die schnelle Umsetzung des Gewerbegebietes Silbersee und des Zuckerfabrik-Projektes. Zur Wirtschaftsförderung, die oberste Chefsache sein müsse, zähle auch die Förderung der Arbeitsplätze und der weichen Standortfaktoren. Bei "Gutes Leben — ein Leben lang" geht es der SPD um ein ökologisches Gesamtkonzept, um gesicherte Nahversorgung und Barrierefreiheit für Seniorenwohnungen, aber auch um ein abgestimmtes Verkehrskonzept.

Wahlkampfmanager Andreas Behncke stellte den Rotwein "Erik der Rote" vor: Lierenfeld als Wikinger am Historischen Rathaus. Die Prototyp-Flasche wurde für einen guten Zweck versteigert.

(NGZ)